Schlagwort: Geschlechtergerechtigkeit

LFR RUNDBRIEF – DEZEMBER 2025

Die neue Ausgabe unseres Rundbriefes widmet sich folgenden Schwerpunkten: Rückblick auf die Jahre 2024 und 2025 Gleichstellungsstrategie: Ideen entfalten erst durch Umsetzung Wirkung Delegiertenversammlung am 21.03.2025 Begegnungen und Austausch Wir bleiben dran – Schwierige Themen brauchen klare Antworten Digitale Landkarte der Frauenerinnerungsorte in Baden-Württemberg Arbeitskreise und Arbeitsgruppen des Landesfrauenrates Baden-Württemberg

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PRESSEMITTEILUNG

Zum Internationale Tag des Ehrenamtes am 05.12.2025 erinnert der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) daran, dass demokratisches Engagement nur dann nachhaltig und wirksam sein kann, wenn die Leistungen aller Geschlechter gleichermaßen gewürdigt und sichtbar gemacht werden. Denn auch im ehrenamtlichen Engagement von Frauen und Männern ist gute Gleichstellungspolitik ein Basisbaustein unserer Demokratie. Frauen übernehmen besonders häufig sorgende, helfende oder organisatorische Tätigkeiten, während Männer eher leitende oder repräsentative Funktionen ausüben, die gesellschaftlich häufiger anerkannt und nicht selten mit Aufwandsentschädigungen verbunden sind. Hinzu kommt: Viele Frauen leisten ihr Ehrenamt parallel zu Familienarbeit, Pflege von Angehörigen oder Erwerbsarbeit – oft ohne ausreichende soziale Absicherung und ohne rentenrechtliche Anerkennung. „Ehrenamtliche Arbeit in öffentlichen und privaten Räumen prägt unseren Alltag und wir alle sind ziemlich sicher früher oder später im Leben ein Teil davon. Es ist dringend notwendig, dass der Wert […]

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KURZ GEMELDET

Der Weltmädchentag am 11. Oktober ist ein wichtiger Tag, um auf die Rechte und Chancen von Mädchen aufmerksam zu machen. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) setzt sich dafür ein, dass Mädchen unabhängig von Herkunft oder sozialem Status gleiche Möglichkeiten in Bildung, Ausbildung und gesellschaftlicher Teilhabe erhalten. Nur wenn Mädchen ihre Potenziale entfalten können, wird die Zukunft gerecht und vielfältig. Gemeinsam kämpfen wir für mehr Gleichberechtigung und ein starkes, selbstbestimmtes Leben junger Frauen. Der LFR BW freut sich sehr, im Rahmen der Gründungsveranstaltung des Mädchen*netzwerks innerhalb der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg im März 2025 im Landtag, die tolle Möglichkeit gehabt zu haben, sich mit politisch und gesellschaftlich interessierten Besucher:innen, den frauenpolitischen Sprecherinnen der Landtagsfraktionen, Verbänden, Stiftungen und weiteren Netzwerken auszutauschen – und blickt gespannt auf die zukünftige Zusammenarbeit und die gemeinsamen Impulse für eine starke Beteiligung junger Frauen […]

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Dokumentation des Fachtages „Vorsorge statt Nachsorge: Gewaltprävention zahlt sich aus“

Wir freuen uns sehr, Ihnen heute die Dokumentation unseres Fachtages „Vorsorge statt Nachsorge: Gewaltprävention zahlt sich aus“ präsentieren zu können. Die Dokumentation bietet einen umfassenden Einblick in die Impulse und Workshops des Fachtags, den der Landesfrauenrat Baden-Württemberg am Freitag, den 16. Mai 2025, im CVJM-Haus in Stuttgart veranstaltete. Die Gewaltprävention stand im Zentrum – mit einem klaren Blick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und mit der Forderung nach mehr Prävention. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Ergebnissen der Shell Jugendstudie 2024: Diese zeigt, dass junge Frauen tendenziell progressiver und optimistischer in die Zukunft blicken, während junge Männer häufiger als modernisierungsskeptisch und anfälliger für (rechts-)populistische Strömungen beschrieben werden. In diesem Kontext stellten sich zentrale Fragen: Wie begegnen wir der wachsenden Unsicherheit in einer sich digitalisierenden Arbeitswelt, in der viele vertraute, gut bezahlte Berufe wegzubrechen drohen? Wie integrieren wir […]

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MATILDA EFFEKT – Pionierinnen der Forschung

Bildrechte@KIT Der Matilda-Effekt ist ein Begriff aus der Wissenschaftssoziologie, der ein systematisches Phänomen beschreibt: die wiederholte und strukturelle Geringschätzung oder Unsichtbarmachung der wissenschaftlichen Leistungen von Frauen, insbesondere wenn ihre Arbeit Männern zugeschrieben wird. Der Begriff wurde von der Wissenschaftshistorikerin Margaret W. Rossiter geprägt. Sie benannte ihn nach Matilda Joslyn Gage, einer US-amerikanischen Frauenrechtlerin, die schon 1893 auf die „beklauten Frauen in der Wissenschaft“ hingewiesen hatte. Der Matilda-Effekt ist kein rein historisches Ereignis, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems in der Wissenschaft, besonders in den MINT-Fächern, in denen Frauen trotz herausragender Leistungen häufig übersehen und übergangen werden oder im Schatten ihrer männlichen Kollegen bleiben. Zum Beispiel Rosalind Franklin (1920–1958): Ihre Röntgenaufnahmen der DNA, insbesondere das berühmte Foto 51 im Jahr 1952, waren entscheidend für die Entdeckung der Struktur der DNA-Doppelhelix. 1953 veröffentlichten James Watson und Francis Crick […]

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Gleichstellung braucht Verbindlichkeit, klare politische Führung, konkrete Maßnahmen und den festen Willen, Veränderung zu gestalten.

Im Gespräch mit CDU-Fraktionsvorsitzendem Manuel Hagel MdL und der frauenpolitischen Sprecherin Isabell Huber MDL haben Vorstandsmitglieder des Landesfrauenrats Baden-Württemberg zentrale frauenpolitische Themen eingebracht. Der LFR BW fordert, dass Gleichstellung nicht am Rand, sondern verbindlich und sichtbar im CDU-Wahlprogramm verankert wird. So braucht beispielsweise der neue Entwurf zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (ADG) und die ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie breite politische Unterstützung. Letztere wurde nach umfangreichem Input von Verbänden und Organisationen, wie auch dem LFR BW, für den Herbst angekündigt, sollte konkrete Maßnahmen enthalten und noch in dieser Legislaturperiode und somit in diesem Jahr verabschiedet werden. Auch gehören Geschlechterklischees in die Vergangenheit. Der LFR BW fordert Berufsorientierung frei von Rollenbildern – von Anfang an, in allen Schulen. In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung muss vor einem Rollback in der Gleichstellungspolitik gewarnt werden und bereits Erreichtes darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Ein […]

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Inspirierender Besuch der Ausstellung „Stand UP: feministische Avantgarde“

Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg hatte Eintrittskarten für eine exklusive Führung durch die Fotoausstellung „Stand UP: feministische Avantgarde“ in der Staatsgalerie Stuttgart verlost. Die Ausstellung beeindruckte durch die außergewöhnliche Klarheit und Ausdrucksstärke, mit der Künstlerinnen vor rund 50 Jahren ihre gesellschaftliche Situation und die Einschränkungen durch patriarchale Strukturen sichtbar machten. Ihre kraftvollen Werke erinnern uns daran, wie wichtig es ist, für Gleichberechtigung einzustehen – besonders in einer Zeit, in der Frauen in verschiedenen Bereichen von Beruf, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik wieder verstärkt unter Druck geraten und Roll-backs in vielen Bereichen zu verzeichnen sind. Diese mutigen Pionierinnen der feministischen Kunst geben uns auch heute noch Energie und Inspiration für unseren Einsatz. Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen für den gemeinsamen Ausstellungsbesuch.

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Antrittsbesuch und Austausch – Geschlechtergerechte Gestaltung der Mobilitätswende

Verena Hahn (links) Zweite Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg (LFR BW) war zu Gast bei Staatssekretärin Elke Zimmer MdL im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg.In einem konstruktiven Austausch wurden zentrale Anliegen des LFR BW angesprochen, wie zum Beispiel die geschlechtergerechte Gestaltung der Mobilitätswende und die Sicherheit im öffentlichen Raum und im ÖPNV – insbesondere für Frauen und marginalisierte Gruppen.Der LFR BW bedankt sich für das wertschätzende Gespräch und das klare Interesse, Gleichstellung auch in der Mobilitäts- und Verkehrspolitik mitzudenken, denn eine geschlechtergerechte Verkehrspolitik ist ein Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige Transformation.Zum Foto: Verena Hahn und Elke Zimmer testen Modelle neuer auch weicherer ICE-Zugsitze.www.lfrbw.de

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PRESSEMITTEILUNG

Protest gegen Rückschritte bei SAP: Frauengleichstellung wirkt und darf nicht geopfert werden Mit größter Besorgnis nimmt der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) zur Kenntnis, dass SAP unter dem Vorwand rechtlicher Entwicklungen in den USA Programme zur Geschlechtervielfalt und gezielten Frauenförderung zurückfährt. Die Entscheidung, die angestrebte Quote von 40 Prozent Frauenanteil in der Belegschaft aufzugeben und das „Diversity & Inclusion Office“ in eine allgemeine CSR-Abteilung (Nachhaltigkeitsabteilung, Corporate Social Responsibility) einzugliedern, sei ein fatales Signal – nach innen wie nach außen. Vielfalt und Diskriminierungsfreiheit mache den Unterschied – nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich. Unzählige Studien belegen, dass diverse Teams erfolgreicher, innovativer und resilienter sind. „Frauengleichstellung ist kein „Nice-to-have“, sondern der Schlüssel für echten Wandel in der Arbeitswelt, eine zukunftsfähige Unternehmenskultur und eine stabile Demokratie“, betont Verena Hahn, Zweite Vorsitzende des LFR BW. Wer in Zeiten globaler Krisen […]

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KURZ GEMELDET

Deutscher Diversity Tag 2025 steht unter dem Motto: „Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnt Deutschland“ SAP verabschiedet sich von der Frauenquote – so oder so ähnlich lauteten viele Schlagzeilen Mitte Mai. Wie kann das sein? Auf Druck der US-Regierung passt der Softwarekonzern seine Diversity-Strategie an. Ein bedenkliches Signal findet der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW): Der Einfluss populistischer Tendenzen, die ein Roll-Back als vermeintliche Lösung anpreisen, würde stärker und griffe auch in Europa um sich. Es würde damit verschleiert, dass von der Abschaffung patriarchaler Strukturen mittelfristig alle in der Wirtschaft und Gesellschaft profitierten. Wie schnell der Trumpismus über den Atlantik schwappte, zeigte sich nachhaltig, ist sich Carmen Kremer, Vorstandsmitglied des LFR BW, sicher. Wir in Europa müssten jetzt Haltung zeigen. Unsere demokratischen Werte – Gleichberechtigung, Diversität, Teilhabe – seien kein Luxus. Sie seien unverhandelbar. „Wer Frauenquoten streicht, streicht […]

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PRESSEMITTEILUNG

Internationaler Tag der Familie am 15. Mai Belastungen der Frauen und Mütter ernst nehmen Der 15. Mai wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Familie erklärt. Weltweit wird an diesem Tag die zentrale Bedeutung von Familien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewürdigt. Auch in Deutschland ist Familie für die meisten Menschen ein unverzichtbarer Wert – sie steht für Geborgenheit, Verantwortung und gegenseitige Unterstützung. Gleichzeitig ist Familie heute vielfältiger denn je: Patchwork-Konstellationen, Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Eltern sowie generationsübergreifende Lebensgemeinschaften gehören längst zur gelebten Realität. Diese Vielfalt fordert gesellschaftliche Anerkennung und politische Unterstützung. Gleichwohl sei weiterhin mit Mythen über „die heile Familie“ oder „klassische Rollenbildern“ aufzuräumen, ist sich Verena Hahn, Zweite Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg (LFR BW) sicher. Fakt sei, dass Gewalt in der Familie, abwertende Glaubenssätze im Hinblick auf Frauen und Mädchen und sexistische „Selbstverständlichkeiten“ weiterhin […]

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KURZ GEMELDET

Internationaler Tag der Pflege: Landesfrauenrat Baden-Württemberg fordert mehr Anerkennung und bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai würdigt der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) die unverzichtbare Rolle der Pflegekräfte für die Gesundheitsversorgung im Land. Gleichzeitig macht er auf die weiterhin unzureichenden Arbeitsbedingungen in der Pflege aufmerksam und fordert umfassende strukturelle Verbesserungen. „Pflegekräfte bringen medizinisches Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen zu den Menschen, die ihre Hilfe benötigen. Dafür gebührt ihnen Anerkennung und Dank, aber vor allem eine angemessene Entlohnung und gesunderhaltende Arbeitsbedingungen“, betont Ute Mackenstedt, Erste Vorsitzende des LFR BW. Drei zentrale Forderungen stehen dabei im Fokus: „Der Pflegeberuf ist systemrelevant – das muss sich nicht nur in Worten, sondern vor allem in politischen Entscheidungen widerspiegeln. Pflege braucht Zukunft – und dafür braucht es jetzt entschlossenes Handeln“, ergänzt Verena Hahn, Zweite Vorsitzende […]

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