Kategorie: Aktuelles

Stellungnahme der LaKoG BW (Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an den wissenschaftlichen Hochschulen Baden-Württembergs) zu den Taten eines ehemaligen Mitarbeiters an der Universität Freiburg

Die LaKoG verurteilt die Taten eines ehemaligen Mitarbeiters der Universität Freiburg, der über Jahrehinweg Studentinnen in ihrem privaten Umfeld und darüber hinaus auch Studentinnen undMitarbeiterinnen im Hochschulkontext heimlich gefilmt hat, aufs Schärfste. Diese Taten stellen für dieBetroffenen massive Übergriffe dar und sind Ausdruck sexualisierter Gewalt. Taten dieser Art dürfenvon Hochschulen und gesamtgesellschaftlich nicht geduldet werden. Die LaKoG steht solidarisch an der Seite der betroffenen Studentinnen und Mitarbeiterinnen. Die Situation stellt für die Betroffenen eine hohe und andauernde Belastung dar und zieht einen Vertrauensverlust gegenüber Hochschulen nach sich. Inakzeptabel ist aus Sicht der LaKoG zudem, dass es immer noch Personen gibt, die nicht wissen, ob sie auch betroffen sind. Wir fordern eine rasche und transparente Aufklärung des Falls.Der Fall zeigt einmal mehr, dass sexualisierte Belästigung, Diskriminierung, Übergriffe und Gewalt nichtnur als individuelles Fehlverhalten verstanden werden dürfen. […]

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KURZ GEMELDET

Zum Internationalen Tag der Pflege am 12 Mai 2026 wollen wir daran erinnern, dass Pflegearbeit überwiegend von Frauen geleistet wird –  ob bezahlt oder unbezahlt und oft unter hohen Belastungen auf unterschiedlichen Ebenen. Damit sich das endlich ändert, braucht es  bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld für Pflegeeinrichtungen und eine wirklich soziale Absicherung für pflegende Angehörige. „Beschäftigte in der Pflege, pflegende Angehörige und nicht zuletzt Pflegebedürftige müssen entlastet werden, denn Pflege darf nicht arm machen“, betont Ute Mackenstedt, die Erste Vorsitzende des LFR BW. „Wir benötigen politische Entscheidungen, die für eine gerechte Finanzierung der Pflegeversicherung sorgen, die Solidarität stärken und Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ernst nehmen“.

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KURZ GEMELDET

Der Tag der Arbeit und die Auswirkungen der aktuellen politischen Vorhaben für uns Frauen Die Vorhaben der Politik werfen für uns Frauen einen dunklen Schatten voraus. Ausdehnung der Arbeitszeit, Sparpolitik in den Kommunen, Kürzungen im Sozial- und Gesundheitssystem, dies alles wird uns noch stärker in den häuslichen Bereich drängen, als wir es eh schon sind. Denn wir sind es, die den überwiegenden Teil der Sorgearbeit übernehmen, wenn sich der Staat zurückzieht. Und das wird dazu führen, dass wir noch häufiger in unsicheren und schlecht bezahlten Jobs arbeiten werden. Doch wir wollen ökonomische Unabhängigkeit! Was wir brauchen und wofür wir – nicht nur am 1. Mai – einstehen, ist der Erhalt der Höchstgrenze der täglichen Arbeitszeit, eine gerechte Aufteilung von unbezahlter und bezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern, faire Bezahlung, ein gutes Angebot an Betreuungs- und […]

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Fachtag des Landesfrauenrates Baden-Württemberg „Mobilität fair gestalten. Gleichberechtigt unterwegs. Frauen im Fokus.“

Am Freitag, den 17.04.2026 fand der Fachtag zu fairer und gleichberechtigter Mobilität in Stuttgart statt. Über 120 engagierte Teilnehmende aus unterschiedlichen Regionen Baden-Württembergs diskutierten über die aktuellen Herausforderungen für eine geschlechtergerechte Mobilität. Gemeinsam wurde deutlich, dass Mobilität eine grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist – sei es auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, ins Ehrenamt oder während der Freizeit. Doch noch immer ist Mobilität nicht für alle gleichermaßen zugänglich. Gerade Frauen sind im Alltag häufig mit komplexeren Wegen und besonderen Anforderungen konfrontiert, etwa durch Sorgearbeit oder unzureichende Angebote im öffentlichen Verkehr, insbesondere im ländlichen Raum und außerhalb der Kernzeiten. Umso wichtiger ist es, Mobilität konsequent gerecht zu gestalten: sicher, zugänglich und bedarfsgerecht für alle. Der Fachtag machte deutlich, dass es konkrete politische und gesellschaftliche Maßnahmen braucht, um bestehende Ungleichheiten abzubauen und Mobilitätsangebote inklusiver zu […]

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KURZ GEMELDET

Klischeefreie Berufsorientierung ist wichtiger denn je! Am 23. April 2026 findet in Baden-Württemberg der Girls‘ Day und Boys‘ Day statt. Seit vielen Jahren motiviert der Girls‘ Day junge Frauen, einen MINT-Beruf zu ergreifen. Der Boys‘ Day zeigt jungen Männern die beruflichen Chancen in den sozialen Berufen. Beide Aktionstage haben in den vergangenen Jahren viel bewegt – doch es bleibt noch einiges zu tun UND sie sind heute wichtiger denn je.Ziel des Girls‘ und Boys‘ Day ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Berufe jenseits traditioneller Rollenbilder zu begeistern und die klischeefreie Berufsorientierung zu stärken. Am 23. April 2026 bieten Unternehmen, Hochschulen und Institutionen den Schülerinnen und Schülern wieder Einblicke in Berufe, die sich traditionell nicht mit dem eigenen Geschlecht assoziieren lassen. Girls‘ Day: Mehr junge Frauen für MINT und Handwerk gewinnenDer Girls‘ Day richtet sich […]

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Ausstellungsbesuch

Wir haben zusammen mit interessierten Frauen unserer Mitgliedsverbände die Ausstellung „Frei Schwimmen – Gemeinsam?!“ im Haus der Geschichte Stuttgart besucht und setzten uns mit der Frage auseinander, welche gesellschaftliche Realität öffentlicher Bäder als Orte der Begegnung bekleiden. Schon historisch waren Schwimmbäder Räume, in denen sehr unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen: verschiedene soziale Milieus, Altersgruppen, Körperbilder und Wertvorstellungen. Die Ausstellung machte deutlich, dass diese Vielfalt nicht nur zu gelebter Gemeinschaft führen kann, sondern auch immer wieder Spannungen erzeugt. Anhand von Beispielen wurde gezeigt, dass Fragen nach Zugang, Regeln und Verhalten im Schwimmbad häufig auch gesellschaftliche Konflikte widerspiegeln. Wer gilt als „angemessen gekleidet“, wer fühlt sich willkommen, und wer erlebt Ausgrenzung? Es war sehr schön zu sehen, dass so viele interessierte Frauen gemeinsam mit uns an der Veranstaltung teilgenommen und sich aktiv in Gespräche und Diskussionen eingebracht haben. Die […]

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Delegiertenversammlung des LFR BW

Am 20. März 2026 kam der Landesfrauenrat Baden-Württemberg in Stuttgart zu seiner ersten Delegiertenversammlung des Jahres zusammen. Delegierte aus allen Regionen des Landes waren vor Ort und setzten damit ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Engagement und gelebte Solidarität innerhalb der baden-württembergischen Frauenverbände. Besonders hervorheben möchten wir, wie außerordentlich wertvoll und alles andere als selbstverständlich es ist, dass Delegierte teilweise den gesamten Tag unterwegs sind, um ihre Teilnahme zu ermöglichen. Dieser große persönliche Einsatz und die damit verbundene Zeitinvestition verdienen höchste Anerkennung und unseren aufrichtigen Dank. Die Versammlung machte einmal mehr deutlich, wie unverzichtbar eine respektvolle und zugleich konstruktive Debattenkultur ist, verstärkt in einer Zeit, in der frauen- und gleichstellungspolitische Anliegen weltweit zunehmend unter Druck stehen. Der Widerstand gegen patriarchale Gewalt ist dringlicher denn je und als Frauenverbände Baden-Württembergs setzen wir ein klares und unmissverständliches Zeichen: […]

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Landtagswahl 2026

Baden-Württemberg hat gewählt. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg gratuliert allen neu gewählten Parlamentarier:innen – und blickt mit einem klar feministischen Blick auf die Zusammensetzung des neuen Landtags. Im neuen Landtag von Baden-Württemberg sind 53 Frauen vertreten. Damit liegt der Frauenanteil bei 33,8 % und wieder nur ganz knapp über dem vorherigen Schnitt (32,5 % durch Nachrückerinnen, Stand 1.3.2026). Leider ist damit kein Durchbruch gelungen – aber in Zeiten, in denen Gleichstellungsthemen wieder massiv unter Druck geraten, wurde ein möglicher Rückschritt verhindert. Weiterhin liegt es an den Parteien und ihrer Aufstellungspolitik, ihre Listen und Wahlkreise – wie Grüne und SPD – weiblicher zu besetzen, das Zwei-Stimmen-Wahlrecht bietet diese Chancen. Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Fraktionen: Grüne und SPD erreichen mit jeweils 50 % den höchsten Frauenanteil. Beide Parteien besetzen ihre Listen konsequent paritätisch. In der CDU-Fraktion liegt […]

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Stellungnahme des Bündnisses Gewalthilfegesetz BW – Finanzierung absichern, Ausbau des Gewalthilfesystems garantieren!

Das Gewalthilfegesetz (GewHG) ist in Deutschland im Februar 2025 in Kraft getreten und hat damitden Status eines Bundesgesetzes. Es stellt einen Meilenstein in der Bekämpfunggeschlechtsspezifischer/häuslicher Gewalt dar. Mit dem Gesetz soll ein grundlegender Systemwandelund auch ein deutlicher Fortschritt unter der Istanbul-Konvention erfolgen: im Gewalthilfegesetz ist ab2032 ein Rechtsanspruch auf kostenlose und bedarfsgerechte Beratung und Schutz verankert. Umden Rechtsanspruch in der Umsetzung sicherzustellen, sieht das Gesetz einen deutlichen Ausbau indiesem Bereich vor, der vor dem Hintergrund der umfassenden strukturellen Lücken in denGewalthilfesystemen dringend notwendig ist. Deutschland wurde bereits mehrfach seitens desEuroparats für das unzureichend ausgestattete Hilfesystem gerügt, obgleich auch die Istanbul-Konvention seit 2018 für für alle staatlichen Ebenen verpflichtend ist.1 Hier können Sie die Stellungnahme herunterladen Das Gewalthilfegesetz gibt den Bundesländern bis zum 31.12.2026 verschiedene Vorgaben für dieUmsetzung. Diese umfassen eine Ausgangsanalyse zur Bestandserhebung (Ist-Stand), daraufbasierend […]

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Fachtag des Landesfrauenrates Baden-Württemberg am 17.04.2026 von 13:00 bis 17:00 Uhr im Hospitalhof in Stuttgart „Mobilität fair gestalten. Gleichberechtigt unterwegs. Frauen im Fokus.“

Lesen Sie hier das ausführliche Programm Der Themenkomplex Gleichstellung und Mobilität erhält bislang deutlich zu wenig Aufmerksamkeit, obwohl bestehende Problemlagen gravierend sind und wirksame Maßnahmen zu selten umgesetzt werden. Eine aktuelle, datenbasierte Studie zur Mobilitätssituation (Gleichstellung in der Mobilität) zeigt klar: Mädchen und Frauen verfügen über deutlich weniger Freiheit in ihrer Mobilität. Ursachen sind vor allem eine nicht ausreichend bedürfnisorientierte Mobilitätsplanung sowie Sicherheitsaspekte im öffentlichen und individuellen Verkehrsumfeld. Damit liegt eine fundierte Grundlage vor, die Handlungsbedarf sichtbar macht. Es braucht eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, eine stärkere öffentliche Wahrnehmung des Themas sowie konkrete Schritte zur Umsetzung wirksamer Maßnahmen. Ziel ist es, Frauen in ihrer Mobilität so zu unterstützen, dass sie im Alltag freier und sicherer unterwegs sein können. Die Verbindung von geschlechtergerechter Mobilität mit Fragen der Nachhaltigkeit und geschlechtergerechten Stadtplanung erweitert dabei die Perspektive […]

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PRESSEMITTEILUNG

Zum Internationalen Frauentag und zur Landtagswahl am 8. März 2026 – Gewalt gegen Frauen: Wer jetzt kürzt, gefährdet das Hilfesystem! Gemeinsame Pressemitteilung Landesfrauenrat Baden-Württemberg und Paritätischer Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg Das neue Gewalthilfegesetz sieht ab 2032 einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder vor. Die Verfügbarkeit von Frauenhausplätzen und Frauenberatungsstellen wird damit zur Pflicht, und die Finanzierung geht künftig in die Verantwortung des Landes über. Bislang handelte es sich dabei um freiwillige Leistungen der Kommunen. Angesichts angespannter Haushaltslagen ziehen sich Kommunen bereits aus ihrer finanziellen Verantwortung im Gewaltschutz für Frauen zurück. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) und der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württembergwarnen daher eindringlich: Wer jetzt kürzt, gefährdet das gesamte Hilfesystem. Hinsichtlich des gesetzlich vorgeschriebenen Ausbaus wäre es fatal, bestehende Strukturen abzubauen – mit schwerwiegenden Folgen für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder sowie […]

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KURZ GEMELDET

Equal Care Day am 1. März 2026 Der 29. Februar wurde von den Initiator:innen des Equal Care Days bewusst als Datum gewählt. So wie der Schalttag nur alle vier Jahre im Kalender erscheint, bleibt auch Care-Arbeit nahezu unsichtbar und wird häufig übergangen. Dabei ist sie unverzichtbar! Im Alltag profitieren wir alle selbstverständlich von Care-Arbeit. Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität und ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander sind ohne sie nicht denkbar. Nach wie vor wird der überwiegende Teil der Care-Arbeit jedoch von Frauen und Mädchen getragen, häufig unbezahlt oder unterbezahlt. Diese strukturelle Schieflage führt zu geringerer Erwerbsbeteiligung, eingeschränkten Bildungs- und Aufstiegschancen sowie zu fehlender eigenständiger finanzieller Absicherung. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) fordert daher entschlossene politische Maßnahmen wie eine faire Bezahlung, verlässliche soziale Absicherung, den Ausbau unterstützender Infrastruktur sowie wirksame Anreize für eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. […]

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