Die Online-Wochenzeitung KONTEXT darf nicht mehr Ross und Reiter nennen. Kontext darf – vorläufig – nicht mehr schreiben, dass der AfD-Mitarbeiter XXX heißt und ein rechter Hetzer ist. Das hat das Mannheimer Landgericht am 2. August 2018 per einstweiliger Verfügung verboten. (Zu den Einzelheiten siehe folgenden Artikel in KONTEXT.) Doch in Gesellschaft, Politik und Medien wird man sich weiter mit der AfD und menschenverachtenden, demokratiefeindlichen Äußerungen auseinandersetzen: Dazu erschienen in KONTEXT viele Stellungnahmen : Für den Landesfrauenrat bezog Charlotte Schneidewind-Hartnagel Position: Die Freiheit der Presse und ihr Recht auf investigativen Journalismus, der Namen nennen und mit Quellenangabe zitieren können muss, ist eine der Grundlagen der Demokratie. Auch deshalb gehört die freie Presse regelmäßig zu ersten Angriffszielen autokratischer und autoritärer Regime und demokratiefeindlicher Organisationen und es ist unsere Aufgabe als DemokratInnen sie zu schützen und zu […]
WeiterlesenSchlagwort: Geschlechtergerechtigkeit
Stuttgart-Imagefilm mit veraltetem Frauenbild
Zum neuen Imagefilm der Stadt Stuttgart erhielt der LFR kritische Hinweise einer aufmerksamen Medien-Beobachterin, Anlass für einen Brief des LFR an das Stadtmarketing Stuttgart. Da die Kritik des LFR unerwartet viel Interesse der Lokalpresse und inzwischen auch überregionaler Medien ausgelöst hat (siehe z.B. https://www.swp.de/suedwesten/staedte/stuttgart/neuer-imagefilm-setzt-stuttgart-in-szene-27368894.html), finden Sie den Brief hier zum Nachlesen: 2018-Stadtmarketing Stuttgart
WeiterlesenEuropadialog Baden-Württemberg – Bürger*innen sind gefragt!
Gleichstellung der Geschlechter auf Agenda des Europadialogs Auf schriftliche Intervention der LFR-Vorsitzenden zur Umfrage im Rahmen des Europadialogs der Landesregierung https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/mitmachen/lp-16/umfrage-europadialog/ wurde der Fragebogen nachgebessert. (Eine unserer Aufgaben „Wächterin“ zu sein, haben wir damit erfolgreich erfüllt.) Somit rufen wir dazu auf, auf dem Beteiligungsportal der Landesregierung Ihre Meinung als Bürger*innen kund zu tun. Besonders freuen wir uns, wenn Sie dabei auch die gleichstellungspolitische Bedeutung hervorheben. Denn gerade für Frauenpolitik in unserem Lande hat sich Europa mehr als einmal als Motor für Gleichstellungspolitik erwiesen. Hintergrund Aktuell erarbeitet die Landesregierung ihr Europaleitbild. Dazu erklärt sie:„Ziel des Europadialogs ist ein neues „Europa-Leitbild der Landesregierung“. Es soll sowohl den europapolitischen Aktivitäten des Landes Baden-Württemberg Orientierung geben als auch einen Beitrag Baden-Württembergs in der europaweiten Debatte über die zukünftige Gestalt der EU liefern. Die Europäische Integration ist für die Landesregierung […]
Weiterlesen100 Jahre Frauenwahlrecht 2018/2019 in Baden-Württemberg – Koordinierungsstelle der Kampagne im Sozialministerium
2019 feiern wir in Deutschland ein besonderes Jubiläum – 100 Jahre Frauenwahlrecht! Im November 1918 wurde in Deutschland das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht eingeführt und im Januar 1919 konnten Frauen in Baden und Württemberg erstmals wählen und selbst gewählt werden. Dies war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Demokratie und auch zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Im Rahmen dieses Jubiläums erstellt das Ministerium für Soziales und Integration in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Frauen und Geschichte Baden-Württemberg e. V. und dem Landesfrauenrat Baden-Württemberg einen Webauftritt als zentrale Plattform für Hintergrundinformationen, Vernetzung und zur Präsentation geplanter Veranstaltungen in ganz Baden-Württemberg. Um diesen Webauftritt von Beginn an (Veröffentlichung voraussichtlich im September 2018) mit Informationen zu füllen wurden erneut rund 1.600 Adressen aus den Bereichen Tagungshäuser, Frauenzentren, Archive/Museen, Bibliotheken, Jugendarbeit, Familienbildung, VHS, […]
WeiterlesenKonferenz der Landesfrauenräte in Hamburg – Deutscher Frauenrat in Berlin: Resolutionen für ein offenes Europa
Pressemitteilung vom 18. Juni 2018 Landesfrauenräte für ein offenes Europa – für gemeinsame europäische Asylpolitik Zur Konferenz der Landesfrauenräte (KLFR) vom 15.-17. Juni 2018 in Hamburg brachten die Vertreterinnen des Landesfrauenrates Baden-Württemberg, Charlotte Schneidewind-Hartnagel und Corinna Schneider, eine Resolution zur Verteidigung eines offenen Europa ein. Die Vertreterinnen der anderen Landesfrauenräte folgten einstimmig diesem Vorschlag aus Baden-Württemberg. Im Wortlaut: Die Konferenz der Landesfrauenräte unterstützt alle Politiker*innen im Deutschen Bundestag, die sich für eine gemeinsame europäische Asylpolitik einsetzen. In der großen Frage der Flüchtlingspolitik als globale Herausforderung wird es keine nationalstaatlichen Einzellösungen geben können. Die Europäische Union ist eine große Errungenschaft. Sie bedeutet Zusammenhalt statt Nationalismus und nie wieder Krieg. Sie hat trennende Grenzen überwunden und ist seit 70 Jahren eine Garantie für Frieden. Aus einst verfeindeten Ländern wurden Freunde und Partner. Die EU ist mehr als […]
WeiterlesenFrauen besser vor Gewalt schützen – Istanbul-Konvention endlich auch in Deutschland in Kraft! Nun gilt es: umsetzen!
Seit 1. Februar ist in Deutschland das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die sogenannte Istanbul-Konvention, in Kraft. Damit verpflichtet sich Deutschland auf allen staatlichen Ebenen alles dafür zu tun, dass Gewalt gegen Frauen bekämpft, Betroffenen Schutz und Unterstützung geboten und Gewalt verhindert wird. Die insgesamt 81 Artikel betreffen die Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, den Schutz der Opfer und die Bestrafung der Personen, die gewalttätig werden. Zugleich werden die Gleichstellung von Mann und Frau und das Recht von Frauen auf ein gewaltfreies Leben gestärkt. Um die Istanbul-Konvention ratifizieren zu können, mussten die Regelungen der Konvention vollständig in nationales Recht umgesetzt werden. Dies sei mit der Reform des Sexualstrafrechts, das den Grundsatz „Nein heißt Nein“ umsetzt, nun erfüllt, so das BMFSFJ auf […]
WeiterlesenBeschlüsse der Delegiertenversammlung vom 4. Mai 2018
Einberufung eines Bürger*innenforums zum Thema Landtagswahlrechtsreform Der Landesfrauenrat fordert die Fraktionen dazu auf, beim Landtag die Einsetzung eines Bürger*innenforums zu beantragen, das sich unter der Beratung von Expert*innen mit einer Reform des Landtagswahlrechtes befasst. Die Ergebnisse des Bürger*innenforums sollen bis spätestens Ende 2018 öffentlich vorgestellt und vom Landtag ernsthaft abgewogen und geprüft werden. Ergänzung des Kommunalwahlgesetzes Baden-Württemberg Hier: Einführung einer Berichtspflicht („Paritätsbericht“) Der Landesfrauenrat bekräftigt seine Forderung nach Weiterentwicklung des Kommunalwahlgesetzes und fordert die Landesregierung dazu auf, unmittelbar – und damit rechtzeitig vor der Kommunalwahl 2019 – das baden-württembergische Kommunalwahlgesetz um eine Verordnung zur erweiterten Berichtspflicht in der Wahlniederschrift zu ergänzen. Die Wahlniederschrift soll dann getrennt nach Frauen und Männern folgende paritätsbezogene Angaben gesondert ausweisen: die Anzahl der wahlberechtigten Versammlungsteilnehmer, die Anzahl der angetretenen und der gewählten Bewerber (getrennt nach Plätzen). Wir erwarten, dass das […]
WeiterlesenOhne Reform keine Veränderung
Pressemitteilung vom 16.4.2018 Mit großer Verwunderung hat der Landesfrauenrat Baden-Württemberg zu Kenntnis genommen, dass bei der Listenaufstellung für die Europawahl der CDU vier Männer auf den ersten vier Plätzen zu finden sind. Eine erfahrene und engagierte Frau wie Dr. Inge Gräßle findet sich dagegen lediglich auf einem unsicheren fünften Listenplatz wieder. Das erstaunt insbesondere deshalb, weil die CDU-Fraktion in der Debatte um eine Reform des Landtagswahlrechts immer wieder beteuert, diese sei überflüssig, da die CDU die nötigen Schritte hin zu Gleichberechtigung und Parität intern gehen würde. Mit dieser Listenaufstellung zeigt die CDU erneut , dass es keinerlei eigenständigen Bemühungen um Parität und Förderung von Frauen gibt. Es ist also ganz klar: ohne Reformen der veralteten Strukturen wird es keinen Wandel geben; aus der Partei selbst heraus gibt es keinerlei Potential für Veränderung. Deshalb fordert der […]
WeiterlesenFrauengeschichte in Baden-Württemberg sammeln und archivieren bei BAF e.V. – auch digital
„Der Flyer von gestern, das Interview von heute, ist die Quelle von morgen“ (Ilona Scheidle M.A., Historikerin, Mannheim) BAF, das ist das Bildungszentrum und Archiv zur Frauengeschichte Baden-Württembergs in Tübingen, in dem auch die Dokumente zur Geschichte des Landesfrauenrats archiviert und für Frauengeschichtsforschung zugänglich sind. Im BAF wird seit 1987 baden-württembergische Frauengeschichte dokumentiert und archiviert. Die einzigartige archivalische Sammlung birgt ein umfangreiches Pressearchiv, Graue Literatur, wie z.B. Flyer und Vereinsunterlagen, Nachlässe von Frauengruppen und einzelnen Frauen sowie Plakate – Frauengeschichte kann somit anschaulich gemacht werden! In der BAF-Bibliothek finden sich Bücher zu verschiedenen Themen wie Frauenforschung, Frauenbewegung, Körper und Seele, feministische Spiritualität – aber auch Romane, Biographien, Krimis und Zeitschriften. Kontakt: BAF e.V., Bildungszentrum und Archiv zur Frauengeschichte Baden-Württembergs, info@baf-tuebingen.de, www.baf-tuebi ngen.de, Öffnungszeit Archiv & Bibliothek: Di 10 – 13 Uhr, Do 16 – 19 […]
WeiterlesenNachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit
Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik sind nicht geschlechtsneutral. Frauen sind als Produzentinnen, z.B. in der Landwirtschaft, als Konsumentinnen, als Energienutzerinnen, als Entscheiderinnen, z.B. in der Kommunalpolitik, und auch von gesundheitlichen Folgen auf vielfache und spezifische Art betroffen. Mit mehreren Beschlüssen forderten die Delegierten der LFR-Mitgliedsverbände die Landesregierung auf, bei der z.B. im Koalitionsvertrag 2011 vereinbarten ökologischen und sozialen Modernisierung des Landes zugleich Geschlechtergerechtigkeit zu gewährleisten, und zwar bei der Mittelverwendung (> Gender Budgeting), der Beteiligung an Entscheidungsprozessen und bei der Umsetzung von Maßnahmen (> Gender Mainstreaming). Der LFR arbeitet bereits seit 2007 in den jeweils von den Landesregierungen einberufenen Gremien der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes mit – und bringt das Thema Gender und Nachhaltigkeit aktiv ein. Angelika Klingel wurde 2012 als Vorsitzende des LFR in den Nachhaltigkeitsbeirat berufen; ihre Nachfolgerinnen Manuela Rukavina und Charlotte Schneidewind-Hartnagel wurden als Erste […]
WeiterlesenDen Landtag in Bewegung bringen – Wahlrechtsreform Jetzt!
Am 8. März 2018 fand anlässlich des Internationalen Frauentages der Smartmob des Landesfrauenrates vor dem Landtag Baden-Württemberg statt. Ein 30 m langer pinkfarbener Laufsteg, in geordneter Parität bestückt mit jeweils einem Damen- und Herrenschuh, führte Richtung Landtag und symbolisierte die geforderte gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an der Landespolitik. Mit ihrer Teilnahme unterstützen zahlreiche Frauen und einige Männer die Forderung des Landesfrauenrates nach einer Wahlrechtsreform hin zu einer quotierten Landesliste. Charlotte Schneidewind-Hartnagel, die Erste Vorsitzende des Landesfrauenrates Baden-Württemberg betonte in ihrer Begrüßung, dass die Reform des Landtagswahlrechtes keinen Aufschub mehr duldet,wenn sie zur nächsten Landtagswahl wirksam werden soll. Wörtlich sagte sie:„Wir sind heute hier, weil wir als Frauen, BürgerInnen und WählerInnen die Reform des Wahlrechts einfordern und die Gesetzgeber mit einer quotierten Landesliste endlich die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit Frauen künftig angemessen die Politik im Landtag […]
WeiterlesenParität in den Landtag: Wir bleiben dran – Landtagswahlrecht reformieren!
Der am 13. März 2016 gewählte baden-württembergische Landtag hat mit nunmehr 24,5 % weiter den niedrigsten Frauenanteil aller Landtage bundesweit. 35 Frauen sind unter den 143 Abgeordneten. Nach Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 22 Frauen = 46,8 % (Kandidiert hatten 32 Frauen = 45,7 %) CDU: 7 Frauen = 16,7 % (Kandidiert hatten 15 Frauen = 21,4 %) AfD: 3 Frauen = 13,0 % (Kandidiert hatten 7 Frauen = 10 %) SPD: 2 Frauen = 10,5 % (Kandidiert hatten 18 Frauen = 25,7 %) FDP: 1 Frau = 8,3 % (Kandidiert hatten 15 Frauen = 21,4 %) Wahlergebnisse: auf der Seite des Statistischen Landesamtes Der Landtag von Baden-Württemberg hatte bislang nur 3 Legislaturperioden mit über 20 % Frauenanteil 2001-2005: 21,9 %, 2006 -2011: 23,7 %, 2016-2021: 24,5 %. Baden-Württemberg hält hartnäckig die Schlusslichtposition der Bundesländer. Die […]
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