Schlagwort: Geschlechtergerechtigkeit

Pressemitteilung des Landesfrauenrates Baden-Württemberg – Geschlechtergerechte Sprache behält Frauenrechte im Blick

Geschlechtergerechte Sprache behält Frauenrechte im Blick Frauen fordern seit Jahrhunderten sprachliche Sichtbarkeit und politische Partizipation. Die fehlende Präsenz von Frauen in Parteien, Parlamenten, Führungspositionen und entscheidungsgebenden Gremien zementiert die ungleiche Verteilung von Macht, Verantwortung und Einflussnahme zwischen den Geschlechtern.Gesellschaft lebt von vielfältigen Perspektiven, die sprachlich angemessen ausgedrückt werden müssen. Oft wird nur die maskuline Form geschrieben, die feminine nur mitgemeint. Dies widerspricht häufig der Realität, da in den meisten Bereichen unserer Gesellschaft alle Personen, unabhängig davon welches Geschlecht sie haben, präsent sind. „Durch Sprache wird Denken beeinflusst. Es entstehen Bilder in unseren Köpfen.  Alle Geschlechter zu nennen, drückt aus, dass Frauen und Männer gleichbehandelt werden sollen. Damit sich Frauen angesprochen fühlen, sollten sie auch explizit genannt und somit sichtbar und hörbar werden,“ so die Erste Vorsitzende des Landesfrauenrates Prof. Dr. Anja Reinalter. Nur wenn alle […]

Weiterlesen

Pressemitteilung des Landesfrauenrates Baden-Württemberg – Bundesregierung beschliesst Gleichstellungsstrategie

Männer und Frauen sind gleichberechtigt (GG 3.2)Bundesregierung beschliesst Gleichstellungsstrategie Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg begrüßt die ressortübergreifende Strategie der Bundesregierung zur Gleichstellung – gerade in der durch das Corona Virus vielfach schwierigen und belastenden Zeit für Frauen und Mädchen. Prof. Dr. Anja Reinalter, die Erste Vorsitzende des Landesfrauenrates Baden-Württemberg, sagt in Stuttgart: “wir fordern Strukturen, die dafür sorgen, dass Frauen geschlechtergerecht aus der Krise gehen können und sich – neben der Fürsorgearbeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf –  um ihre eigenständige Existenzsicherung und Karriereentwicklung kümmern können. Sie dürfen nicht die Verliererinnen sein, die abgehängt und wieder in längst überholt geglaubte Geschlechterrollen zurückgedrängt werden. Die Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung kann gerade zum jetzigen Zeitpunkt, der die Auswirkungen der Corona Pandemie in allen gesellschaftlichen Bereichen langsam offenlegt, auch dazu beitragen, Chancengleichheit von Frauen und Männern tatsächlich umzusetzen und Debatten […]

Weiterlesen

PRESSEMITTEILUNG Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai 2020 Interessen von Familien in den Fokus nehmen und mit höchster Priorität behandeln

Familien werden durch die Corona-Pandemie vor viele neue Herausforderungen gestellt. Durch Kita- und Schulschließungen ist die institutionelle Betreuung der Kinder nahezu komplett weggebrochen, das bringt Familien und insbesondere Frauen oft an den Rand des Tragbaren. Durch Homeoffice, Homeschooling, Kinderbetreuung, Kochen, Putzen, Waschen und alle anderen mütterlichen und emotionalen Sorgearbeiten rückt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen wieder in immer weitere Ferne. Die Vereinbarkeit war schon vor der Pandemie nicht einfach zu realisieren, jetzt scheint sie strukturell unmöglich zu sein. Die Erste Vorsitzende des Landesfrauenrates Prof. Dr. Anja Reinalter merkt dazu an: „das Familienleben soll neben der Erwerbstätigkeit reibungslos verlaufen; das funktioniert jedoch nur, weil es zu Lasten der Frauen geht. Das traditionelle geschlechter- und familienpolitische Leitbild, das dem Mann die Rolle eines Familienernährers und der Frau die Zuständigkeit für die Sorgearbeiten zuschreibt, wirkt […]

Weiterlesen

Aktiv für Frauenrechte und Demokratie Resolution der Konferenz der Landesfrauenräte (KLFR) vom 10. November 2019 in Wiesbaden

Die Konferenz der Landesfrauenräte und ihre Mitgliedsverbände fordert alle Parlamentarier*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen dazu auf, gegen antifeministische Diskriminierungen und rechtspopulistische Anfeindungen klar Position zu beziehen und damit Frauenrechte und die Demokratie zu verteidigen. Antifeminismus und Rechtspopulismus bedrohen hart erkämpfte Frauenrechte. Angriffe von rechts gegen Politiker*innen, verbale Gewalt gegen Frauen* in den sozialen Medien und die Verbreitung rechter Frauenbilder bedrohen die individuelle Freiheit und die Demokratie. Die Landesfrauenräte und ihre Mitgliedsverbände engagieren sich gegen Hassreden, ein veraltetes Familienbild und überholte tradierte Geschlechterstereotype. Die Landesfrauenräte und ihre Mitgliedsverbände stehen für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und für vielfältige Lebensentwürfe. Die Landesfrauenräte und ihre Mitgliedsverbände stehen für den im Grundgesetz verankerten Auftrag der Gleichberechtigung der Geschlechter. Antifeminismus hat darin keinen Platz. Frauenrechte sind Menschenrechte und nicht verhandelbar! Deshalb gilt es auch heute, Frauenrechte zu verteidigen und dem Rollback keine […]

Weiterlesen

50 Jahre Landesfrauenrat Baden-Württemberg – Jubiläumsveranstaltung am 29.6.2019 im Neuen Schloss in Stuttgart

Hier ein erster Eindruck unserer Festveranstaltung am 29. Juni 2019 im Neuen Schloss in Stuttgart anlässlich des 50 jährigen Jubiläums des Landesfrauenrates Baden-Württemberg von links nach rechts: Ilse Artzt, Erste Vorsitzende von 2006-2008, Angelika Klingel, Erste Vorsitzende von 2009-2014, Manuela Rukavina, Erste Vorsitzende von 2015-2017, Anne Marie Engelhardt, Erste Vorsitzende von 1994-1999, Marion v. Wartenberg , Erste Vorsitzende von 2000-2005, Charlotte Schneidewind-Hartnagel, amtierende Erste Vorsitzende        

Weiterlesen

Interview Charlotte Schneidewind-Hartnagel, Erste Vorsitzende LFR und Annemarie Engelhardt, ehemalige Erste Vorsitzende LFR von 1994-1999 zum Jubiläum des Landesfrauenrates

Stuttgart (dpa/lsw) – 50 Jahre nach seiner Gründung sieht der Landesfrauenrat Baden-Württemberg seine selbstgesteckten Ziele noch längst nicht erreicht. «Der Anlass für die Gründung war das verheerende Ergebnis der Landtagswahl, dass nur noch eine Frau in den Landtag eingezogen ist. Und wir haben das Wahlrecht immer noch nicht verändert», erklärte die Vorsitzende, Charlotte Schneidewind-Hartnagel, vor der Jubiläumsfeier an diesen Samstag (29. Juni) in Stuttgart. Nur knapp ein Viertel der Abgeordneten in Baden-Württemberg sind Frauen – in Thüringen sind es im Vergleich mehr als 40 Prozent. «Das ist für uns immer noch eines der großen Defizite in Baden-Württemberg, dass wir es nicht schaffen die Parlamente geschlechtergerecht zu besetzen.» Der Verband möchte weg vom Einstimmenwahlrecht und hin zum Listenwahlrecht, um Parität durchzusetzen. 1969 wollten die damaligen Frauenverbände mit einem Landesfrauenratden Frauen im Südwesten eine politische und außerparlamentarische […]

Weiterlesen

Verleihung des Anne-Klein-Frauenpreises 2019 an Kristina Hänel, Natascha Nicklaus und Nora Szász am 01. März 2019

In der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8 in 10117 Berlin wird am Freitag, den 01. März 2019 um 19.00 Uhr der Anne-Klein-Frauenpreis 2019 verliehen. Die Laudatio auf die drei Preisträgerinnen hält Annalena Baerbock die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Mit dem Preis werden die drei deutschen Ärztinnen Kristina Hänel, Natascha Nicklaus und Nora Szász für ihre beharrliche Verteidigung des Informationsrechts von Frauen ausgezeichnet. Die zwei Gynäkologinnen und die Allgemeinmedizinerin wurden wegen vermeintlicher Werbung für Schwanger­schafts­abbrüche angezeigt. Das wird als Verstoß gegen §219a Strafgesetzbuch beurteilt. Alle drei weigern sich, die Information über ihre ärztliche Leistung von ihren Webseiten zu nehmen. Die drei Ärztinnen führen einen gerichtlichen und öffentlichen Streit um das freie Informationsrecht von Frauen und für die Abschaffung von §219a STGB, der bis vor das Bundesverfassungsgericht gebracht werden könnte. Der Anne-Klein-Frauenpreis wird zum achten Mal verliehen und […]

Weiterlesen

Stellungnahme des Landesfrauenrates zum Referentenentwurf der Bundesregierung zum §219a StGB vom 30. Januar 2019

 „Kompliziertes Verfahren statt schneller Informationen und Rechtssicherheit“ Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg fordert weiter die ersatzlose Streichung von §219a Der Kompromissvorschlag erfüllt die Forderung des Landesfrauenrates nach ersatzloser Streichung von §219a nicht.  Ärzt*innen dürfen nur erwähnen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen – wie und mit welchen Methoden, dass erfahren Frauen nur umständlich, indem sie mit einem Link auf die Seiten der Bundesärztekammer und des Bundesamtes für gesundheitliche Aufklärung verwiesen werden. Dort dürfen aber nur Basisinformationen zu Ärzt*in, Name, Ort und Abbruchmethode vorgehalten werden. Ärzt*innen, die die gleichen Informationen auf ihrer Homepage anbieten, machen sich weiterhin strafbar. Rechtssicherheit wird so nicht geschaffen. „Wir erhalten durch den Kompromissvorschlag ein weiteres kompliziertes Verfahren statt schneller Informationen und Rechtssicherheit. Dem jetzt vorliegende Gesetzentwurf liegt weiterhin ein befremdliches Frauenbild zu Grunde, dass Frauen eine eigenständige und selbstbestimmte Entscheidung nicht zutraut und der staatlichen […]

Weiterlesen

Ergebnisse der Diskussion aus den Clubs der unmöglichen Fragen am 12. Januar 2019 im Landtag

Wir möchten Ihnen die Forderungen vorstellen, die die rund 500 Besucher*innen am Nachmittag im „Club der unmöglichen Fragen“ erarbeitet haben. Zentral wurden in allen Diskussionsforen folgende Forderungen zum Ausdruck gebracht: ⇒ Abschaffung des Ehegattensplitting ⇒ Geschlechter-Parität in allen gesellschaftlichen Bereichen: Erwerbsarbeit, staatsbürgerliche Betätigung, politische Ämter und Funktionen ⇒ Paritätische Landtagswahllisten Forderungen Club der unmöglichen Fragen

Weiterlesen

Stadtverwaltung Hannover Neue Regelung für geschlechtergerechte Sprache

Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover setzt in Zukunft stärker auf Gendergerechtigkeit, indem der gesamte städtische Schriftverkehr, von jetzt an in „geschlechtergerechter Verwaltungssprache“ formuliert sein soll. Der Schwerpunkt liegt darauf, überall da, wo es möglich ist, geschlechtsumfassende Formulierungen zu verwenden. Erst wenn eine solche Formulierung nicht möglich ist, wird der Gender* eingesetzt. Oberbürgermeister Stefan Schostok erklärt in dem Artikel: „Vielfalt ist unsere Stärke – diesen Grundgedanken des städtischen Leitbilds auch in unsere Verwaltungssprache zu implementieren, ist ein wichtiges Signal und ein weiterer Schritt, alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anzusprechen.“ Der Gender* ersetzt das bisher verwendete Binnen-I. Das war bereits 2003 im offiziellen Schriftverkehr der Stadtverwaltung eingeführt worden. Mit der Unterzeichnung der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Männern und Frauen auf lokaler Ebene hat sich die Landeshauptstadt verpflichtet, den Gleichstellungsgrundsatz innerhalb ihres Hoheitsgebiets umzusetzen. Im Gleichstellungsaktionsplan […]

Weiterlesen

Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg begrüßt jede Maßnahme zur Beratung und Hilfestellung bei Diskriminierung

„Die baden-württembergische Landesregierung hat am 5. November die zentrale Antidiskriminierungsstelle des Landes (LADS) gestartet, an die sich künftig alle von Diskriminierung betroffenen Bürgerinnen und Bürger wenden können. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat die Anlaufstelle bei einer Veranstaltung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart offiziell ins Leben gerufen“. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg begrüßt ausdrücklich jede Maßnahme zur Beratung und Hilfestellung bei Diskriminierung. Für die Erfüllung der Beratungsaufgabe ist neu, dass die Antidiskriminierungsstelle für Betroffene aller im AGG geregelten Merkmale zuständig ist. Eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene ist sinnvoll, da es in der Praxis, z.B. bei Mehrfachdiskriminierungen, für die Betroffenen unnötige Schwierigkeiten bedeuten würde, sich bei verschiedenen Stellen Rat und Hilfe zu suchen. Eine behinderte Frau hätte sich beispielsweise nur von der Antidiskriminierungsstelle bezüglich der Benachteiligung wegen des Geschlechts, aber nicht wegen ihrer Behinderung beraten lassen können. […]

Weiterlesen

Offener Brief an Bundesinnenminser Seehofer – fehlende Schutzkonzepte in Ankerzentren

In einem gemeinsamen Offenen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kritisieren die Landesfrauenräte der Bundesländer und der Deutsche Frauenrat die fehlenden Schutzkonzepte in Ankerzentren, in denen Geflüchtete ohne positive Bleibeperspektive untergebracht werden sollen. Die Unterzeichnenden befürchten, dass in diesen Großeinrichtungen Personen mit besonderer Schutzbedürftigkeit verstärkt Gewalt ausgesetzt sind. Dazu gehören Frauen und Kinder, lesbische, schwule, trans- und intersexuelle Menschen. Dazu gehören Frauen und Kinder, lesbische, schwule, trans- und intersexuelle Menschen. Im „Masterplan Migration“, für den das Bundesinnenministerium die Federführung hat, „gibt es kein Konzept für eine menschenwürdige Unterbringung von Personen, die geschlechtsspezifische Gewalt erfahren haben,“ heißt es in dem Schreiben. Die Unterzeichnerinnen fordern, dass die 2016 vom BMFSFJ vorgelegten „Mindeststandards zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften“ auch allen Ankerzentren zugrunde gelegt werden. seehofer_2018 10 16 offener Brief BMI    

Weiterlesen