Schlagwort: Gegen Gewalt an Frauen

PRESSEMITTEILUNG

Internationaler Weltmädchentag am 11. Oktober – Mädchen stärken, Gewalt und Sexismus konsequent entgegentreten Mädchen haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. „Mädchen müssen frei darüber entscheiden können, wie sie leben, lernen und arbeiten wollen. Zwangsheirat, Gewalt und sexuelle Belästigung dürfen genauso wenig ihren Alltag bestimmen wie Rollenklischees, die ihnen von klein auf Grenzen setzen“, erklärt Prof.in Dr. Ute Mackenstedt, Erste Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg (LFR BW), anlässlich des Weltmädchentags am 11. Oktober. Der LFR BW fordert gleiche Chancen auf Bildung und Ausbildung und einen konsequenten Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Kein Mädchen darf aufgrund ihres Geschlechts daran gehindert werden, seinen eigenen Weg zu gehen, weder durch Zwangsverheiratung noch durch Gewalt, Diskriminierung oder gesellschaftliche Erwartungen. Dabei beginnt Gleichberechtigung bereits im Kindesalter. Rollenstereotype müssen früh aufgebrochen werden. Mädchen brauchen vielfältige weibliche Vorbilder, die ihnen zeigen, dass es nicht […]

Weiterlesen

PRESSEMITTEILUNG

Aufräumen mit Mythen und Erzählungs-Cocktails am Internationalen Tag gegen Prostitution am 05.10.2026 In Krisenzeiten und spürbaren, aber noch nicht absehbaren Gesellschaftsumbrüchen wie der Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz haben Erzählungen Konjunktur, die von Ängsten und Unberechenbarkeiten ablenken und entlasten. Manche Erzählungen würden so unter ähnlichen Schlagworten wie „Das war schon immer so!“ oder „Früher war alles besser!“ zu wirkmächtigen Mythen zusammengezimmert, ist der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) überzeugt. Auch hinsichtlich des Zustands der Prostitution in Deutschland würden Erzählungen zu Cocktails gemischt, die verklären und gerade nicht aufklären und damit Chancen auf Besserung vernichten. „Mythen suggerieren in ihrer Konzeption und angeblichen Tradition gesellschaftlichen Zusammenhalt, verhindern aber den unverstellten und dringend notwendigen Blick auf die Realität, somit auch auf vorhandene Gewalt und Not“, bemängelt Verena Hahn, Zweite Vorsitzende des LFR BW. Die Realität in der Prostitution seien aber […]

Weiterlesen

KURZ GEMELDET

Antikriegstag am 1. September – Frieden braucht mehr als Waffen Frauenperspektiven stärken und zivile Konfliktlösungen fördern Der 1. September erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs und mahnt angesichts der aktuellen Kriege und bewaffneten Konflikte weltweit erneut: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Kriege treffen die Zivilbevölkerung besonders hart. Frauen und Mädchen sind dabei vielfach spezifischen Gefährdungen ausgesetzt, denn sexualisierte Gewalt, Vertreibung, Armut und der Verlust familiärer und sozialer Strukturen gehören zu den Folgen bewaffneter Konflikte. Gleichzeitig übernehmen Frauen häufig einen großen Teil der Sorgearbeit und tragen Verantwortung für das Überleben und die Stabilität ihrer Familien und Gemeinschaften. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) setzt sich dafür ein, Konflikte frühzeitig zu bearbeiten und diplomatische, politische und gesellschaftliche Möglichkeiten zur Deeskalation zu stärken. Friedenspolitik darf sich nicht auf militärische Logiken beschränken. Nachhaltiger Frieden braucht Menschenrechte, soziale Sicherheit, internationale Zusammenarbeit […]

Weiterlesen

Kampagne gegen häusliche Gewalt: „Dein Mut findet Rückhalt“

Im Schnitt versuchen Opfer von häuslicher Gewalt sieben Mal, die Beziehung dauerhaft zu beenden, bevor es ihnen schließlich gelingt. So können Jahre vergehen, in denen die Betroffenen kontrolliert, bedroht, erniedrigt, geschlagen oder vergewaltigt werden. Es könnte schneller gehen, es muss schneller gehen. Genau hier setzt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mit einer neuen Kampagne gegen häusliche Gewalt an: „Dein Mut findet Rückhalt“ Wer Gewalt in der Familie oder Partnerschaft erlebt, braucht Schutz und Unterstützung. Auf dieser Website https://www.raus-aus-gewalt.de/ finden Betroffene, Umfeld und Fachkräfte Informationen zu Hilfsangeboten, Beratungsstellen und allen Fragen rund um die Verfahren bei Polizei und Gericht. Die Kampagne ermutigt, sich Hilfe zu holen. Mit Plakaten auf dem Land und digitalen Formaten in der Stadt, online mit der Hilfeseite und mit Informationen in den sozialen Medien. Die Kampagne will die Angst vor […]

Weiterlesen

KURZ GEMELDET

Welttag gegen Menschenhandel. Menschenhandel wirksam bekämpfen – Reform stärkt Schutz von Betroffenen Menschenhandel zählt zu den schwersten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit. „Menschenhandel ist moderne Sklaverei. Auch Deutschland ist Tatort – im Baugewerbe, in der Pflege und im Bereich der Zwangsprostitution“, betont Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig. Mit einer im Mai beschlossenen Reform will die Bundesregierung den Kampf gegen Menschenhandel und Ausbeutung verstärken. Die bisher in § 232 Strafgesetzbuch geregelten Straftatbestände sollen weiterentwickelt und zugleich die geänderte europäische Richtlinie gegen Menschenhandel in nationales Recht umgesetzt werden. Die Bedeutung des Themas verdeutlichen aktuelle Zahlen: Nach Angaben der EU-Kommission wurden in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt 17.248 Betroffene von Menschenhandel registriert. Mit 49 Prozent stellt die sexuelle Ausbeutung weiterhin die häufigste Form des Menschenhandels dar, gefolgt von Arbeitsausbeutung mit 37 Prozent. Frauen und Mädchen machen 65 Prozent aller registrierten […]

Weiterlesen

Stellungnahme des Bündnisses Gewalthilfegesetz BW

Gewalthilfe ausbauen! Bedarfsgerechte, niedrigschwellige und wohnortnahe Hilfe für alle Frauen und TIN* Personen Das Gewalthilfegesetz (GewHG) ist in Deutschland im Februar 2025 in Kraft getreten. Es stellt einen Meilenstein in der Bekämpfung geschlechtsspezifischer / häuslicher Gewalt dar und sieht einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für alle gewaltbetroffenen Frauen und ihre Kinder ab 2032 vor. Das Land Baden-Württemberg ist verpflichtet, ab 2027 ein bedarfsgerechtes Hilfesystem auf- und auszubauen.Das Bündnis zur Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in Baden-Württemberg fordert für die Umsetzung: Die gesamte Stellungnahme lesen Sie hier: Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg unterstützt die Stellungnahme der LAG TäHG BW e.V. zur Täter*innenarbeit Partnerschaftsgewalt und zur Umsetzung des § 30a Abs. 6 PolG BW Gesetzliche Verpflichtung erfordert staatliche Daseinsvorsorge! Infrastruktur und Finanzierung der Täter*innenarbeit Partnerschaftsgewalt sichern, Umsetzungsdefizit bei Partnerschaftsgewalt sofort beheben!

Weiterlesen

KURZ GEMELDET

Zum Weltflüchtlingstag am 20.6.2026: Frauen und Mädchen aus Krisen- und Kriegsregionen benötigen unseren Schutz und unsere Solidarität. Im Jahr 2025 befanden sich weltweit knapp 118 Millionen Menschen auf der Flucht, um Verfolgung, Konflikten, Gewalt oder Menschenrechtsverletzungen zu entgehen. Frauen und Kinder stellen mit fast 68% den Großteil an Asylsuchenden und der Frauenanteil allein liegt bei 43%*. Insbesondere Frauen und Mädchen sind geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung ausgesetzt und erleben damit traumatische Erfahrungen, die sie oft ein Leben lang begleiten. Umso wichtiger ist es daher, gerade diese Gruppe sowohl in den betroffenen Regionen als auch als Asylsuchende besonders in den Fokus zu nehmen und verlässliche Schutzräume, rechtliche und psychologische Beratung zu entwickeln und diese nachhaltig aufzubauen und zu garantieren. Am 12.06.2026 ist die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft getreten, dass deutlich […]

Weiterlesen

HINWEIS: Beitrag in der politischen Kabarettsendung zum Thema Prostitution

Die politische Kabarettsendung Die Anstalt (@ZDF) hat beim Thema Prostitution den Finger tief in die Wunde gelegt. Mit scharfem Blick und klarer Haltung wurde sichtbar, wie stark und von wem das System Prostitution beschönigt wird und welche Mächte walten. Die Sendung zeigt dabei unbequeme Wahrheiten und desaströse Zustände auf. Selten wurden die menschenverachtenden Auswüchse der deutschen Prostitutionsgesetzgebung so schonungslos dargestellt. Ein Beitrag, der nicht nur unterhält – obwohl uns das Lachen oft im Halse stecken blieb – , sondern zum Nachdenken und Handeln zwingt. FSK: https://www.zdf.de/shows/die-anstalt-104Zum Download: https://mediathekviewweb.de/#query=Die%20Anstalt

Weiterlesen

Brief des Landesfrauenrates Baden-Württemberg: Umsetzung der neuen Regeln des Polizeigesetzes (PolG) braucht Kooperation und Vorgaben – Stoppen Sie Gewalt gegen Frauen, stärken und ermöglichen Sie Täterarbeit!

„Wir sind uns sicher in vielem einig: Wir wollen in einem demokratischen, freien Land leben. Wir wollen uns sicher fühlen und in eine gute Zukunft schauen. Wir wollen Menschen mit Würde und Respekt behandeln und einander vertrauen können. Wir wollen nicht in Angst voreinander und mit der Gewalt gegen Frauen und Mädchen leben. Wir sind uns sicher, dass diese Werte, die auf dem Grundgesetz und den Menschenrechten basieren, von uns allen geteilt werden. Ihr Koalitionsvertrag benennt den Ausbau der Täterarbeit ebenfalls explizit.Uns bereitet jedoch die Umsetzung der neuen Regelungen des PolG, die zum 01.07.2026 in Kraft treten, sehr große Sorgen:

Weiterlesen

Stellungnahme der LaKoG BW (Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an den wissenschaftlichen Hochschulen Baden-Württembergs) zu den Taten eines ehemaligen Mitarbeiters an der Universität Freiburg

Die LaKoG verurteilt die Taten eines ehemaligen Mitarbeiters der Universität Freiburg, der über Jahrehinweg Studentinnen in ihrem privaten Umfeld und darüber hinaus auch Studentinnen undMitarbeiterinnen im Hochschulkontext heimlich gefilmt hat, aufs Schärfste. Diese Taten stellen für dieBetroffenen massive Übergriffe dar und sind Ausdruck sexualisierter Gewalt. Taten dieser Art dürfenvon Hochschulen und gesamtgesellschaftlich nicht geduldet werden. Die LaKoG steht solidarisch an der Seite der betroffenen Studentinnen und Mitarbeiterinnen. Die Situation stellt für die Betroffenen eine hohe und andauernde Belastung dar und zieht einen Vertrauensverlust gegenüber Hochschulen nach sich. Inakzeptabel ist aus Sicht der LaKoG zudem, dass es immer noch Personen gibt, die nicht wissen, ob sie auch betroffen sind. Wir fordern eine rasche und transparente Aufklärung des Falls.Der Fall zeigt einmal mehr, dass sexualisierte Belästigung, Diskriminierung, Übergriffe und Gewalt nichtnur als individuelles Fehlverhalten verstanden werden dürfen. […]

Weiterlesen

Delegiertenversammlung des LFR BW

Am 20. März 2026 kam der Landesfrauenrat Baden-Württemberg in Stuttgart zu seiner ersten Delegiertenversammlung des Jahres zusammen. Delegierte aus allen Regionen des Landes waren vor Ort und setzten damit ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Engagement und gelebte Solidarität innerhalb der baden-württembergischen Frauenverbände. Besonders hervorheben möchten wir, wie außerordentlich wertvoll und alles andere als selbstverständlich es ist, dass Delegierte teilweise den gesamten Tag unterwegs sind, um ihre Teilnahme zu ermöglichen. Dieser große persönliche Einsatz und die damit verbundene Zeitinvestition verdienen höchste Anerkennung und unseren aufrichtigen Dank. Die Versammlung machte einmal mehr deutlich, wie unverzichtbar eine respektvolle und zugleich konstruktive Debattenkultur ist, verstärkt in einer Zeit, in der frauen- und gleichstellungspolitische Anliegen weltweit zunehmend unter Druck stehen. Der Widerstand gegen patriarchale Gewalt ist dringlicher denn je und als Frauenverbände Baden-Württembergs setzen wir ein klares und unmissverständliches Zeichen: […]

Weiterlesen

Stellungnahme des Bündnisses Gewalthilfegesetz BW – Finanzierung absichern, Ausbau des Gewalthilfesystems garantieren!

Das Gewalthilfegesetz (GewHG) ist in Deutschland im Februar 2025 in Kraft getreten und hat damitden Status eines Bundesgesetzes. Es stellt einen Meilenstein in der Bekämpfunggeschlechtsspezifischer/häuslicher Gewalt dar. Mit dem Gesetz soll ein grundlegender Systemwandelund auch ein deutlicher Fortschritt unter der Istanbul-Konvention erfolgen: im Gewalthilfegesetz ist ab2032 ein Rechtsanspruch auf kostenlose und bedarfsgerechte Beratung und Schutz verankert. Umden Rechtsanspruch in der Umsetzung sicherzustellen, sieht das Gesetz einen deutlichen Ausbau indiesem Bereich vor, der vor dem Hintergrund der umfassenden strukturellen Lücken in denGewalthilfesystemen dringend notwendig ist. Deutschland wurde bereits mehrfach seitens desEuroparats für das unzureichend ausgestattete Hilfesystem gerügt, obgleich auch die Istanbul-Konvention seit 2018 für für alle staatlichen Ebenen verpflichtend ist.1 Hier können Sie die Stellungnahme herunterladen Das Gewalthilfegesetz gibt den Bundesländern bis zum 31.12.2026 verschiedene Vorgaben für dieUmsetzung. Diese umfassen eine Ausgangsanalyse zur Bestandserhebung (Ist-Stand), daraufbasierend […]

Weiterlesen