Im Schnitt versuchen Opfer von häuslicher Gewalt sieben Mal, die Beziehung dauerhaft zu beenden, bevor es ihnen schließlich gelingt. So können Jahre vergehen, in denen die Betroffenen kontrolliert, bedroht, erniedrigt, geschlagen oder vergewaltigt werden. Es könnte schneller gehen, es muss schneller gehen. Genau hier setzt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mit einer neuen Kampagne gegen häusliche Gewalt an: „Dein Mut findet Rückhalt“ Wer Gewalt in der Familie oder Partnerschaft erlebt, braucht Schutz und Unterstützung. Auf dieser Website https://www.raus-aus-gewalt.de/ finden Betroffene, Umfeld und Fachkräfte Informationen zu Hilfsangeboten, Beratungsstellen und allen Fragen rund um die Verfahren bei Polizei und Gericht. Die Kampagne ermutigt, sich Hilfe zu holen. Mit Plakaten auf dem Land und digitalen Formaten in der Stadt, online mit der Hilfeseite und mit Informationen in den sozialen Medien. Die Kampagne will die Angst vor […]
WeiterlesenSchlagwort: Gegen Gewalt an Frauen
KURZ GEMELDET
Welttag gegen Menschenhandel. Menschenhandel wirksam bekämpfen – Reform stärkt Schutz von Betroffenen Menschenhandel zählt zu den schwersten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit. „Menschenhandel ist moderne Sklaverei. Auch Deutschland ist Tatort – im Baugewerbe, in der Pflege und im Bereich der Zwangsprostitution“, betont Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig. Mit einer im Mai beschlossenen Reform will die Bundesregierung den Kampf gegen Menschenhandel und Ausbeutung verstärken. Die bisher in § 232 Strafgesetzbuch geregelten Straftatbestände sollen weiterentwickelt und zugleich die geänderte europäische Richtlinie gegen Menschenhandel in nationales Recht umgesetzt werden. Die Bedeutung des Themas verdeutlichen aktuelle Zahlen: Nach Angaben der EU-Kommission wurden in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt 17.248 Betroffene von Menschenhandel registriert. Mit 49 Prozent stellt die sexuelle Ausbeutung weiterhin die häufigste Form des Menschenhandels dar, gefolgt von Arbeitsausbeutung mit 37 Prozent. Frauen und Mädchen machen 65 Prozent aller registrierten […]
WeiterlesenStellungnahme des Bündnisses Gewalthilfegesetz BW
Gewalthilfe ausbauen! Bedarfsgerechte, niedrigschwellige und wohnortnahe Hilfe für alle Frauen und TIN* Personen Das Gewalthilfegesetz (GewHG) ist in Deutschland im Februar 2025 in Kraft getreten. Es stellt einen Meilenstein in der Bekämpfung geschlechtsspezifischer / häuslicher Gewalt dar und sieht einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für alle gewaltbetroffenen Frauen und ihre Kinder ab 2032 vor. Das Land Baden-Württemberg ist verpflichtet, ab 2027 ein bedarfsgerechtes Hilfesystem auf- und auszubauen.Das Bündnis zur Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in Baden-Württemberg fordert für die Umsetzung: Die gesamte Stellungnahme lesen Sie hier: Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg unterstützt die Stellungnahme der LAG TäHG BW e.V. zur Täter*innenarbeit Partnerschaftsgewalt und zur Umsetzung des § 30a Abs. 6 PolG BW Gesetzliche Verpflichtung erfordert staatliche Daseinsvorsorge! Infrastruktur und Finanzierung der Täter*innenarbeit Partnerschaftsgewalt sichern, Umsetzungsdefizit bei Partnerschaftsgewalt sofort beheben!
WeiterlesenKURZ GEMELDET
Zum Weltflüchtlingstag am 20.6.2026: Frauen und Mädchen aus Krisen- und Kriegsregionen benötigen unseren Schutz und unsere Solidarität. Im Jahr 2025 befanden sich weltweit knapp 118 Millionen Menschen auf der Flucht, um Verfolgung, Konflikten, Gewalt oder Menschenrechtsverletzungen zu entgehen. Frauen und Kinder stellen mit fast 68% den Großteil an Asylsuchenden und der Frauenanteil allein liegt bei 43%*. Insbesondere Frauen und Mädchen sind geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung ausgesetzt und erleben damit traumatische Erfahrungen, die sie oft ein Leben lang begleiten. Umso wichtiger ist es daher, gerade diese Gruppe sowohl in den betroffenen Regionen als auch als Asylsuchende besonders in den Fokus zu nehmen und verlässliche Schutzräume, rechtliche und psychologische Beratung zu entwickeln und diese nachhaltig aufzubauen und zu garantieren. Am 12.06.2026 ist die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft getreten, dass deutlich […]
WeiterlesenHINWEIS: Beitrag in der politischen Kabarettsendung zum Thema Prostitution
Die politische Kabarettsendung Die Anstalt (@ZDF) hat beim Thema Prostitution den Finger tief in die Wunde gelegt. Mit scharfem Blick und klarer Haltung wurde sichtbar, wie stark und von wem das System Prostitution beschönigt wird und welche Mächte walten. Die Sendung zeigt dabei unbequeme Wahrheiten und desaströse Zustände auf. Selten wurden die menschenverachtenden Auswüchse der deutschen Prostitutionsgesetzgebung so schonungslos dargestellt. Ein Beitrag, der nicht nur unterhält – obwohl uns das Lachen oft im Halse stecken blieb – , sondern zum Nachdenken und Handeln zwingt. FSK: https://www.zdf.de/shows/die-anstalt-104Zum Download: https://mediathekviewweb.de/#query=Die%20Anstalt
WeiterlesenBrief des Landesfrauenrates Baden-Württemberg: Umsetzung der neuen Regeln des Polizeigesetzes (PolG) braucht Kooperation und Vorgaben – Stoppen Sie Gewalt gegen Frauen, stärken und ermöglichen Sie Täterarbeit!
„Wir sind uns sicher in vielem einig: Wir wollen in einem demokratischen, freien Land leben. Wir wollen uns sicher fühlen und in eine gute Zukunft schauen. Wir wollen Menschen mit Würde und Respekt behandeln und einander vertrauen können. Wir wollen nicht in Angst voreinander und mit der Gewalt gegen Frauen und Mädchen leben. Wir sind uns sicher, dass diese Werte, die auf dem Grundgesetz und den Menschenrechten basieren, von uns allen geteilt werden. Ihr Koalitionsvertrag benennt den Ausbau der Täterarbeit ebenfalls explizit.Uns bereitet jedoch die Umsetzung der neuen Regelungen des PolG, die zum 01.07.2026 in Kraft treten, sehr große Sorgen:
WeiterlesenStellungnahme der LaKoG BW (Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an den wissenschaftlichen Hochschulen Baden-Württembergs) zu den Taten eines ehemaligen Mitarbeiters an der Universität Freiburg
Die LaKoG verurteilt die Taten eines ehemaligen Mitarbeiters der Universität Freiburg, der über Jahrehinweg Studentinnen in ihrem privaten Umfeld und darüber hinaus auch Studentinnen undMitarbeiterinnen im Hochschulkontext heimlich gefilmt hat, aufs Schärfste. Diese Taten stellen für dieBetroffenen massive Übergriffe dar und sind Ausdruck sexualisierter Gewalt. Taten dieser Art dürfenvon Hochschulen und gesamtgesellschaftlich nicht geduldet werden. Die LaKoG steht solidarisch an der Seite der betroffenen Studentinnen und Mitarbeiterinnen. Die Situation stellt für die Betroffenen eine hohe und andauernde Belastung dar und zieht einen Vertrauensverlust gegenüber Hochschulen nach sich. Inakzeptabel ist aus Sicht der LaKoG zudem, dass es immer noch Personen gibt, die nicht wissen, ob sie auch betroffen sind. Wir fordern eine rasche und transparente Aufklärung des Falls.Der Fall zeigt einmal mehr, dass sexualisierte Belästigung, Diskriminierung, Übergriffe und Gewalt nichtnur als individuelles Fehlverhalten verstanden werden dürfen. […]
WeiterlesenDelegiertenversammlung des LFR BW
Am 20. März 2026 kam der Landesfrauenrat Baden-Württemberg in Stuttgart zu seiner ersten Delegiertenversammlung des Jahres zusammen. Delegierte aus allen Regionen des Landes waren vor Ort und setzten damit ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Engagement und gelebte Solidarität innerhalb der baden-württembergischen Frauenverbände. Besonders hervorheben möchten wir, wie außerordentlich wertvoll und alles andere als selbstverständlich es ist, dass Delegierte teilweise den gesamten Tag unterwegs sind, um ihre Teilnahme zu ermöglichen. Dieser große persönliche Einsatz und die damit verbundene Zeitinvestition verdienen höchste Anerkennung und unseren aufrichtigen Dank. Die Versammlung machte einmal mehr deutlich, wie unverzichtbar eine respektvolle und zugleich konstruktive Debattenkultur ist, verstärkt in einer Zeit, in der frauen- und gleichstellungspolitische Anliegen weltweit zunehmend unter Druck stehen. Der Widerstand gegen patriarchale Gewalt ist dringlicher denn je und als Frauenverbände Baden-Württembergs setzen wir ein klares und unmissverständliches Zeichen: […]
WeiterlesenStellungnahme des Bündnisses Gewalthilfegesetz BW – Finanzierung absichern, Ausbau des Gewalthilfesystems garantieren!
Das Gewalthilfegesetz (GewHG) ist in Deutschland im Februar 2025 in Kraft getreten und hat damitden Status eines Bundesgesetzes. Es stellt einen Meilenstein in der Bekämpfunggeschlechtsspezifischer/häuslicher Gewalt dar. Mit dem Gesetz soll ein grundlegender Systemwandelund auch ein deutlicher Fortschritt unter der Istanbul-Konvention erfolgen: im Gewalthilfegesetz ist ab2032 ein Rechtsanspruch auf kostenlose und bedarfsgerechte Beratung und Schutz verankert. Umden Rechtsanspruch in der Umsetzung sicherzustellen, sieht das Gesetz einen deutlichen Ausbau indiesem Bereich vor, der vor dem Hintergrund der umfassenden strukturellen Lücken in denGewalthilfesystemen dringend notwendig ist. Deutschland wurde bereits mehrfach seitens desEuroparats für das unzureichend ausgestattete Hilfesystem gerügt, obgleich auch die Istanbul-Konvention seit 2018 für für alle staatlichen Ebenen verpflichtend ist.1 Hier können Sie die Stellungnahme herunterladen Das Gewalthilfegesetz gibt den Bundesländern bis zum 31.12.2026 verschiedene Vorgaben für dieUmsetzung. Diese umfassen eine Ausgangsanalyse zur Bestandserhebung (Ist-Stand), daraufbasierend […]
WeiterlesenPRESSEMITTEILUNG
Zum Internationalen Frauentag und zur Landtagswahl am 8. März 2026 – Gewalt gegen Frauen: Wer jetzt kürzt, gefährdet das Hilfesystem! Gemeinsame Pressemitteilung Landesfrauenrat Baden-Württemberg und Paritätischer Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg Das neue Gewalthilfegesetz sieht ab 2032 einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder vor. Die Verfügbarkeit von Frauenhausplätzen und Frauenberatungsstellen wird damit zur Pflicht, und die Finanzierung geht künftig in die Verantwortung des Landes über. Bislang handelte es sich dabei um freiwillige Leistungen der Kommunen. Angesichts angespannter Haushaltslagen ziehen sich Kommunen bereits aus ihrer finanziellen Verantwortung im Gewaltschutz für Frauen zurück. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) und der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württembergwarnen daher eindringlich: Wer jetzt kürzt, gefährdet das gesamte Hilfesystem. Hinsichtlich des gesetzlich vorgeschriebenen Ausbaus wäre es fatal, bestehende Strukturen abzubauen – mit schwerwiegenden Folgen für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder sowie […]
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Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung Der 6. Februar ist der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM). Dieser Tag macht auf eine gravierende Menschenrechtsverletzung aufmerksam, die Millionen Frauen und Mädchen weltweit betrifft. Weibliche Genitalverstümmelung ist eine besonders schwere Form geschlechtsspezifischer Gewalt, bei der Teile des weiblichen Genitalbereichs verletzt oder entfernt werden. Nach Angaben von UNICEF waren im Jahr 2024 weltweit über 230 Millionen Frauen und Mädchen von FGM betroffen. Rund 144 Millionen leben in Afrika, etwa 80 Millionen in Asien und weitere 6 Millionen im Nahen Osten. Doch auch in Europa und in Deutschland ist weibliche Genitalverstümmelung Realität. Laut dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend leben derzeit rund 123.000 betroffene Frauen und minderjährige Mädchen in Deutschland. Zudem gelten etwa 25.000 Mädchen, die hier leben, als akut gefährdet (Pressemitteilung vom 10.12.2025). […]
WeiterlesenPRESSEMITTEILUNG
Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles Problem – Berichterstattung in den Medien weiterhin verharmlosend Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2025 Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen appelliert der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) an die Medien, die strukturelle Seite von Gewalt gegen Frauen stärker in den Fokus zu rücken. „Statt Taten in einer besonders tragischen Konstellation isoliert und als von einzelnen Tätern begangen darzustellen, müssen die wiederkehrenden Muster in der Gewalt gegen Frauen und deren Alltäglichkeit konsequent thematisiert werden“, fordert Verena Hahn, Zweite Vorsitzende des LFR BW. Bereits die hohen Fallzahlen bei Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt in der Kriminalstatistik in Deutschland, abgesehen von der darüber hinaus hohen Dunkelziffer, zeichneten ein anderes Bild: „Es handelt sich um einen strukturellen Missstand, demzufolge unsere Gesellschaft weiterhin Frauen schlechterstellt und sowohl Männer als auch Frauen […]
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