Kategorie: Aktuelles

Brief des Landesfrauenrates Baden-Württemberg: Umsetzung der neuen Regeln des Polizeigesetzes (PolG) braucht Kooperation und Vorgaben – Stoppen Sie Gewalt gegen Frauen, stärken und ermöglichen Sie Täterarbeit!

„Wir sind uns sicher in vielem einig: Wir wollen in einem demokratischen, freien Land leben. Wir wollen uns sicher fühlen und in eine gute Zukunft schauen. Wir wollen Menschen mit Würde und Respekt behandeln und einander vertrauen können. Wir wollen nicht in Angst voreinander und mit der Gewalt gegen Frauen und Mädchen leben. Wir sind uns sicher, dass diese Werte, die auf dem Grundgesetz und den Menschenrechten basieren, von uns allen geteilt werden. Ihr Koalitionsvertrag benennt den Ausbau der Täterarbeit ebenfalls explizit.Uns bereitet jedoch die Umsetzung der neuen Regelungen des PolG, die zum 01.07.2026 in Kraft treten, sehr große Sorgen:

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PRESSEMITTEILUNG

Das Grundgesetz mit Leben füllen: Demokratie braucht Parität, Engagement und gelebte Teilhabe Zum diesjährigen Tag des Grundgesetzes am 23. Mai und dem erstmals bundesweit stattfindenden Ehrentag betont der Landesfrauenrat Baden‑Württemberg (LFR BW) die zentrale Bedeutung von Gleichberechtigung, demokratischer Teilhabe und zivilgesellschaftlichem Engagement für eine lebendige Demokratie. Die im Grundgesetz verankerten Werte der Freiheit, Gleichheit und Solidarität werden erst durch das tägliche gemeinsame Engagement von Menschen in der Gesellschaft mit Leben gefüllt, ist Heike Fiestas Cueto, Mitglied im Vorstand des LFR BW, überzeugt. Der erste bundesweite Ehrentag lädt Menschen in ganz Deutschland dazu ein, sich aktiv für die Gemeinschaft einzusetzen. Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier, Initiator und Schirmherr des Ehrentags, unterstreicht: „Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen, Verantwortung übernehmen und unsere Gesellschaft mitgestalten.“ Der LFR BW unterstützt diese Initiative konsequent. Gerade in Zeiten spürbarer gesellschaftlicher Polarisierung und gezielter […]

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FRAUENGESUNDHEIT

Die kostenintensivste Ursache für die höheren Gesundheitskosten-pro-Kopf bei Frauen ist die fehlende Diagnose. Dies ist eine logische Schlussfolgerung ohne Gender Bias (geschlechtsspezifische Verzerrung). Es muss sich etwas in den Köpfen ändern. Aus Fakten werden (auch unbewusst) häufig falsche Schlussfolgerungen gezogen. Ein Beispiel: Die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen ist rund 5 Jahre länger als bei Männern. Kommen Ihnen dabei Gedanken in den Sinn wie: „Frauen leben länger aufgrund ihrer Biologie?“ oder „Prävention bei Frauen ist deshalb weniger notwendig?“ Nein. Das sind falsche Schlussfolgerungen, aber oft der erste Impuls. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg ist Mitglied im Landesausschuss für Gesundheitsförderung und Prävention BW, der heute getagt hat. Dort haben wir heute darüber aufgeklärt und uns für unsere Forderungen stark gemacht:– Es gibt geschlechtsspezifische Gesundheitsunterschiede, die allein durch die Differenzierung nach Geschlecht aufzudecken sind.– Die Kosten in der Frauengesundheit könnten […]

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Stellungnahme der LaKoG BW (Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an den wissenschaftlichen Hochschulen Baden-Württembergs) zu den Taten eines ehemaligen Mitarbeiters an der Universität Freiburg

Die LaKoG verurteilt die Taten eines ehemaligen Mitarbeiters der Universität Freiburg, der über Jahrehinweg Studentinnen in ihrem privaten Umfeld und darüber hinaus auch Studentinnen undMitarbeiterinnen im Hochschulkontext heimlich gefilmt hat, aufs Schärfste. Diese Taten stellen für dieBetroffenen massive Übergriffe dar und sind Ausdruck sexualisierter Gewalt. Taten dieser Art dürfenvon Hochschulen und gesamtgesellschaftlich nicht geduldet werden. Die LaKoG steht solidarisch an der Seite der betroffenen Studentinnen und Mitarbeiterinnen. Die Situation stellt für die Betroffenen eine hohe und andauernde Belastung dar und zieht einen Vertrauensverlust gegenüber Hochschulen nach sich. Inakzeptabel ist aus Sicht der LaKoG zudem, dass es immer noch Personen gibt, die nicht wissen, ob sie auch betroffen sind. Wir fordern eine rasche und transparente Aufklärung des Falls.Der Fall zeigt einmal mehr, dass sexualisierte Belästigung, Diskriminierung, Übergriffe und Gewalt nichtnur als individuelles Fehlverhalten verstanden werden dürfen. […]

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KURZ GEMELDET

Zum Internationalen Tag der Pflege am 12 Mai 2026 wollen wir daran erinnern, dass Pflegearbeit überwiegend von Frauen geleistet wird –  ob bezahlt oder unbezahlt und oft unter hohen Belastungen auf unterschiedlichen Ebenen. Damit sich das endlich ändert, braucht es  bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld für Pflegeeinrichtungen und eine wirklich soziale Absicherung für pflegende Angehörige. „Beschäftigte in der Pflege, pflegende Angehörige und nicht zuletzt Pflegebedürftige müssen entlastet werden, denn Pflege darf nicht arm machen“, betont Ute Mackenstedt, die Erste Vorsitzende des LFR BW. „Wir benötigen politische Entscheidungen, die für eine gerechte Finanzierung der Pflegeversicherung sorgen, die Solidarität stärken und Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ernst nehmen“.

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KURZ GEMELDET

Der Tag der Arbeit und die Auswirkungen der aktuellen politischen Vorhaben für uns Frauen Die Vorhaben der Politik werfen für uns Frauen einen dunklen Schatten voraus. Ausdehnung der Arbeitszeit, Sparpolitik in den Kommunen, Kürzungen im Sozial- und Gesundheitssystem, dies alles wird uns noch stärker in den häuslichen Bereich drängen, als wir es eh schon sind. Denn wir sind es, die den überwiegenden Teil der Sorgearbeit übernehmen, wenn sich der Staat zurückzieht. Und das wird dazu führen, dass wir noch häufiger in unsicheren und schlecht bezahlten Jobs arbeiten werden. Doch wir wollen ökonomische Unabhängigkeit! Was wir brauchen und wofür wir – nicht nur am 1. Mai – einstehen, ist der Erhalt der Höchstgrenze der täglichen Arbeitszeit, eine gerechte Aufteilung von unbezahlter und bezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern, faire Bezahlung, ein gutes Angebot an Betreuungs- und […]

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KURZ GEMELDET

Klischeefreie Berufsorientierung ist wichtiger denn je! Am 23. April 2026 findet in Baden-Württemberg der Girls‘ Day und Boys‘ Day statt. Seit vielen Jahren motiviert der Girls‘ Day junge Frauen, einen MINT-Beruf zu ergreifen. Der Boys‘ Day zeigt jungen Männern die beruflichen Chancen in den sozialen Berufen. Beide Aktionstage haben in den vergangenen Jahren viel bewegt – doch es bleibt noch einiges zu tun UND sie sind heute wichtiger denn je.Ziel des Girls‘ und Boys‘ Day ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Berufe jenseits traditioneller Rollenbilder zu begeistern und die klischeefreie Berufsorientierung zu stärken. Am 23. April 2026 bieten Unternehmen, Hochschulen und Institutionen den Schülerinnen und Schülern wieder Einblicke in Berufe, die sich traditionell nicht mit dem eigenen Geschlecht assoziieren lassen. Girls‘ Day: Mehr junge Frauen für MINT und Handwerk gewinnenDer Girls‘ Day richtet sich […]

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Ausstellungsbesuch

Wir haben zusammen mit interessierten Frauen unserer Mitgliedsverbände die Ausstellung „Frei Schwimmen – Gemeinsam?!“ im Haus der Geschichte Stuttgart besucht und setzten uns mit der Frage auseinander, welche gesellschaftliche Realität öffentlicher Bäder als Orte der Begegnung bekleiden. Schon historisch waren Schwimmbäder Räume, in denen sehr unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen: verschiedene soziale Milieus, Altersgruppen, Körperbilder und Wertvorstellungen. Die Ausstellung machte deutlich, dass diese Vielfalt nicht nur zu gelebter Gemeinschaft führen kann, sondern auch immer wieder Spannungen erzeugt. Anhand von Beispielen wurde gezeigt, dass Fragen nach Zugang, Regeln und Verhalten im Schwimmbad häufig auch gesellschaftliche Konflikte widerspiegeln. Wer gilt als „angemessen gekleidet“, wer fühlt sich willkommen, und wer erlebt Ausgrenzung? Es war sehr schön zu sehen, dass so viele interessierte Frauen gemeinsam mit uns an der Veranstaltung teilgenommen und sich aktiv in Gespräche und Diskussionen eingebracht haben. Die […]

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Delegiertenversammlung des LFR BW

Am 20. März 2026 kam der Landesfrauenrat Baden-Württemberg in Stuttgart zu seiner ersten Delegiertenversammlung des Jahres zusammen. Delegierte aus allen Regionen des Landes waren vor Ort und setzten damit ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Engagement und gelebte Solidarität innerhalb der baden-württembergischen Frauenverbände. Besonders hervorheben möchten wir, wie außerordentlich wertvoll und alles andere als selbstverständlich es ist, dass Delegierte teilweise den gesamten Tag unterwegs sind, um ihre Teilnahme zu ermöglichen. Dieser große persönliche Einsatz und die damit verbundene Zeitinvestition verdienen höchste Anerkennung und unseren aufrichtigen Dank. Die Versammlung machte einmal mehr deutlich, wie unverzichtbar eine respektvolle und zugleich konstruktive Debattenkultur ist, verstärkt in einer Zeit, in der frauen- und gleichstellungspolitische Anliegen weltweit zunehmend unter Druck stehen. Der Widerstand gegen patriarchale Gewalt ist dringlicher denn je und als Frauenverbände Baden-Württembergs setzen wir ein klares und unmissverständliches Zeichen: […]

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Landtagswahl 2026

Baden-Württemberg hat gewählt. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg gratuliert allen neu gewählten Parlamentarier:innen – und blickt mit einem klar feministischen Blick auf die Zusammensetzung des neuen Landtags. Im neuen Landtag von Baden-Württemberg sind 53 Frauen vertreten. Damit liegt der Frauenanteil bei 33,8 % und wieder nur ganz knapp über dem vorherigen Schnitt (32,5 % durch Nachrückerinnen, Stand 1.3.2026). Leider ist damit kein Durchbruch gelungen – aber in Zeiten, in denen Gleichstellungsthemen wieder massiv unter Druck geraten, wurde ein möglicher Rückschritt verhindert. Weiterhin liegt es an den Parteien und ihrer Aufstellungspolitik, ihre Listen und Wahlkreise – wie Grüne und SPD – weiblicher zu besetzen, das Zwei-Stimmen-Wahlrecht bietet diese Chancen. Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Fraktionen: Grüne und SPD erreichen mit jeweils 50 % den höchsten Frauenanteil. Beide Parteien besetzen ihre Listen konsequent paritätisch. In der CDU-Fraktion liegt […]

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Stellungnahme des Bündnisses Gewalthilfegesetz BW – Finanzierung absichern, Ausbau des Gewalthilfesystems garantieren!

Das Gewalthilfegesetz (GewHG) ist in Deutschland im Februar 2025 in Kraft getreten und hat damitden Status eines Bundesgesetzes. Es stellt einen Meilenstein in der Bekämpfunggeschlechtsspezifischer/häuslicher Gewalt dar. Mit dem Gesetz soll ein grundlegender Systemwandelund auch ein deutlicher Fortschritt unter der Istanbul-Konvention erfolgen: im Gewalthilfegesetz ist ab2032 ein Rechtsanspruch auf kostenlose und bedarfsgerechte Beratung und Schutz verankert. Umden Rechtsanspruch in der Umsetzung sicherzustellen, sieht das Gesetz einen deutlichen Ausbau indiesem Bereich vor, der vor dem Hintergrund der umfassenden strukturellen Lücken in denGewalthilfesystemen dringend notwendig ist. Deutschland wurde bereits mehrfach seitens desEuroparats für das unzureichend ausgestattete Hilfesystem gerügt, obgleich auch die Istanbul-Konvention seit 2018 für für alle staatlichen Ebenen verpflichtend ist.1 Hier können Sie die Stellungnahme herunterladen Das Gewalthilfegesetz gibt den Bundesländern bis zum 31.12.2026 verschiedene Vorgaben für dieUmsetzung. Diese umfassen eine Ausgangsanalyse zur Bestandserhebung (Ist-Stand), daraufbasierend […]

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Fachtag des Landesfrauenrates Baden-Württemberg am 17.04.2026 von 13:00 bis 17:00 Uhr im Hospitalhof in Stuttgart „Mobilität fair gestalten. Gleichberechtigt unterwegs. Frauen im Fokus.“

Lesen Sie hier das ausführliche Programm Der Themenkomplex Gleichstellung und Mobilität erhält bislang deutlich zu wenig Aufmerksamkeit, obwohl bestehende Problemlagen gravierend sind und wirksame Maßnahmen zu selten umgesetzt werden. Eine aktuelle, datenbasierte Studie zur Mobilitätssituation (Gleichstellung in der Mobilität) zeigt klar: Mädchen und Frauen verfügen über deutlich weniger Freiheit in ihrer Mobilität. Ursachen sind vor allem eine nicht ausreichend bedürfnisorientierte Mobilitätsplanung sowie Sicherheitsaspekte im öffentlichen und individuellen Verkehrsumfeld. Damit liegt eine fundierte Grundlage vor, die Handlungsbedarf sichtbar macht. Es braucht eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, eine stärkere öffentliche Wahrnehmung des Themas sowie konkrete Schritte zur Umsetzung wirksamer Maßnahmen. Ziel ist es, Frauen in ihrer Mobilität so zu unterstützen, dass sie im Alltag freier und sicherer unterwegs sein können. Die Verbindung von geschlechtergerechter Mobilität mit Fragen der Nachhaltigkeit und geschlechtergerechten Stadtplanung erweitert dabei die Perspektive […]

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