Zum Weltflüchtlingstag am 20.6.2026: Frauen und Mädchen aus Krisen- und Kriegsregionen benötigen unseren Schutz und unsere Solidarität.
Im Jahr 2025 befanden sich weltweit knapp 118 Millionen Menschen auf der Flucht, um Verfolgung, Konflikten, Gewalt oder Menschenrechtsverletzungen zu entgehen. Frauen und Kinder stellen mit fast 68% den Großteil an Asylsuchenden und der Frauenanteil allein liegt bei 43%*. Insbesondere Frauen und Mädchen sind geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung ausgesetzt und erleben damit traumatische Erfahrungen, die sie oft ein Leben lang begleiten.
Umso wichtiger ist es daher, gerade diese Gruppe sowohl in den betroffenen Regionen als auch als Asylsuchende besonders in den Fokus zu nehmen und verlässliche Schutzräume, rechtliche und psychologische Beratung zu entwickeln und diese nachhaltig aufzubauen und zu garantieren.
Am 12.06.2026 ist die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft getreten, dass deutlich restriktiver ausgerichtet ist, allerdings können Bundesländer Freiräume aufbauen, die konsequent auch für den Schutz geflüchteter Frauen und Mädchen genutzt werden könnten. Der Landesfrauenrat Baden- Württemberg fordert daher die neue Landesregierung auf, solche Freiräume zu überprüfen und sie konsequent für den Schutz geflüchteter Frauen und Mädchen einzusetzen.
* Mediendienst-Integration Berlin 2026, Stand 11.6.2026