Antikriegstag am 1. September – Frieden braucht mehr als Waffen
Frauenperspektiven stärken und zivile Konfliktlösungen fördern
Der 1. September erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs und mahnt angesichts der aktuellen Kriege und bewaffneten Konflikte weltweit erneut: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit.
Kriege treffen die Zivilbevölkerung besonders hart. Frauen und Mädchen sind dabei vielfach spezifischen Gefährdungen ausgesetzt, denn sexualisierte Gewalt, Vertreibung, Armut und der Verlust familiärer und sozialer Strukturen gehören zu den Folgen bewaffneter Konflikte. Gleichzeitig übernehmen Frauen häufig einen großen Teil der Sorgearbeit und tragen Verantwortung für das Überleben und die Stabilität ihrer Familien und Gemeinschaften.
Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg (LFR BW) setzt sich dafür ein, Konflikte frühzeitig zu bearbeiten und diplomatische, politische und gesellschaftliche Möglichkeiten zur Deeskalation zu stärken. Friedenspolitik darf sich nicht auf militärische Logiken beschränken. Nachhaltiger Frieden braucht Menschenrechte, soziale Sicherheit, internationale Zusammenarbeit und die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen.
Der Antikriegstag ist daher nicht nur ein Tag des Erinnerns, sondern auch ein Auftrag für die Gegenwart:„Nie wieder Krieg“ bedeutet, sich heute für Frieden, Menschenrechte und gewaltfreie Konfliktlösungen einzusetzen.
Der LFR BW ruft dazu auf, die Stimmen von Frauen aus Kriegs- und Krisengebieten zu hören, ihre Beteiligung an Friedensprozessen zu stärken und den Schutz von Frauen und Mädchen weltweit konsequent zu gewährleisten. Frieden entsteht nicht durch Wegschauen. Frieden entsteht durch Verantwortung, Beteiligung und den entschlossenen Willen zur Verständigung und Gemeinschaft.