PRESSEMITTEILUNG

Internationaler Weltmädchentag am 11. Oktober – Mädchen stärken, Gewalt und Sexismus konsequent entgegentreten

Mädchen haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. „Mädchen müssen frei darüber entscheiden können, wie sie leben, lernen und arbeiten wollen. Zwangsheirat, Gewalt und sexuelle Belästigung dürfen genauso wenig ihren Alltag bestimmen wie Rollenklischees, die ihnen von klein auf Grenzen setzen“, erklärt Prof.in Dr. Ute Mackenstedt, Erste Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg (LFR BW), anlässlich des Weltmädchentags am 11. Oktober.

Der LFR BW fordert gleiche Chancen auf Bildung und Ausbildung und einen konsequenten Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Kein Mädchen darf aufgrund ihres Geschlechts daran gehindert werden, seinen eigenen Weg zu gehen, weder durch Zwangsverheiratung noch durch Gewalt, Diskriminierung oder gesellschaftliche Erwartungen.

Dabei beginnt Gleichberechtigung bereits im Kindesalter. Rollenstereotype müssen früh aufgebrochen werden. Mädchen brauchen vielfältige weibliche Vorbilder, die ihnen zeigen, dass es nicht nur „den einen richtigen Weg“ gibt. Ob Technik oder Pflege, Politik oder Handwerk, Wissenschaft oder Führung, Mädchen sollen sich für das entscheiden können, was ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht.

Catcalling, sexuelle Belästigung und Hate Speech gehören nicht zur Normalität, die Mädchen und junge Frauen hinnehmen müssen. Gerade im digitalen Raum braucht es Schutz vor Angriffen und klare Grenzen gegen frauen- und mädchenfeindliche Herabsetzungen.

„Wir wollen eine Gesellschaft, in der Mädchen nicht lernen müssen, sich kleiner zu machen, vorsichtiger zu sein oder Erwartungen zu erfüllen. Sie sollen selbstbewusst und gefahrlos ihren Platz einnehmen können“, so Mackenstedt.