
ELSE REEB
LEBENSDATEN
28.09.1895 in Sinsheim – 03.06.1986 in Obersulm-Willsbach
Abhandlungen und Gedicht und vieles mehr zur Heimat und zur Heimatforschung, Mitgründung und Aufbau Stadtmuseum,
Trägerin der Ersten Wilhelmi-Ehrenmünze in Sinsheim
ERINNERUNGSORT
Frauenbaum, Kraichgau-Realschule, Stiftstraße 20, 74889 Sinsheim
Elisabeth Reeb war die erste, die die Karl-Wilhelmi-Ehrenmünze der Stadt Sinsheim verliehen bekam.
Bereits als junge Frau hielt damals noch Fräulein Ziegler einen Vortrag in Steinsfurt über „Die Frau im Kriege“, welcher hoch bejubelt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie zunächst Hauswirtschaftslehrerin in Karlsruhe, später Handarbeits- und Haushaltungslehrerin in Hockenheim.
1921 heiratet Elisabeth den Hauptlehrer Wilhelm Reeb, es folgen 1923 Sohn Berthold und 1925 eine Tochter. Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt die Familie nach Sinsheim, wo Elisabeth beim damaligen Volksbildungswerk tätig wird.
Sie ist maßgeblich bei der Gründung der Geschichtsvereine in Neckarbischofsheim und Helmstadt und der dortigen Heimatmuseen beteiligt. 1958 und 1959 werden von ihr geschriebene Hörspiele in Mundart im Lokalradio gesendet. 1962 übernimmt sie mit ihrem Mann die Leitung des Sinsheimer Stadtmuseums. Neben der Museumsarbeit hat sich Elisabeth Reeb um die Heimatkunde in Sinsheim durch zahlreiche Veröffentlichungen über alte Baudenkmäler, bemerkenswerte Familien, Geschehnisse im wechselvollen Kraichgau und über die Sinsheimer Mundart in Prosa und Gedichten besonders verdient gemacht.
Ihr letzter Wunsch wurde ihre gewährt: „Sinsheim ist ja meine Heimat und wird auch die letzte Ruhestätte sein.“ Sie starb im Sommer 1986 als wahre Sinsheimerin.
Quellen: Stadtarchiv Sinsheim, Akten SNH, Nachlass Wilhelm Bauer, Rhein-Neckar-Zeitung
Erarbeitet von Verena Dörrich, Stadtarchiv Sinsheim