Anna Barbara Walch-Künkelin

ANNA BARBARA WALCH-KÜNKELIN

LEBENSDATEN
10.03.1651 in Leutkirch – 20.11.1741 in Schorndorf

Anführerin der „Weiber von Schorndorf“

ERINNERUNGSORT
Wohnhaus Barbara Künkelin, Marktplatz 4, 73614 Schorndorf

Anna Barbara Walch-Künkelin war Gattin des damaligen Bürgermeisters von Schorndorf und führte, laut Überlieferung, den Aufstand der Schorndorfer Weiber an, der im Jahr 1688 die Stadt vor der Übergabe an die Franzosen bewahrte.

Im Jahr 1688 hörte Anna Barbara Walch davon, dass die Feste Schorndorf statt Stuttgart dem französischen General Mélac übergeben werden sollte, der im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges in großen Teilen der Pfalz und Württemberg wütete. Darüber wurde in Schorndorf beraten. Barbara Walch wollte die Übergabe, der Überlieferung nach, jedoch nicht hinnehmen und rief mit dem Stadtkommandanten Johann Günther Krummhaar die Frauen Schorndorfs zusammen, die das Rathaus stürmten und die Übergabe der Stadt verhinderten. Sie gingen als „Weiber von Schorndorf“ in die Geschichte ein.

Am 3. Oktober 1983 wurde von Fritz Abele, einem Ehrenbürger der Stadt Schorndorf, der „Barbara-Künkelin-Preis“ gestiftet, eine Auszeichnung für Frauen, die durch ihre soziale Verantwortung oder ihren persönlichen Mut besonders hervortreten. Die drei tragenden Gedanken des Preises sind Heimatpflege, die Frage nach Vernunft in der Politik und die Rolle der Frau in Politik und Gesellschaft. Er wird alle zwei Jahre verliehen.