2019 sind wieder Kommunalwahlen – mehr Frauen in die Kommunalpolitik!

2019 sind wieder Kommunalwahlen – mehr Frauen in die Kommunalpolitik!

2012 - Unterschriftensammlung für ein Paritégesetz

2012 – Unterschriftensammlung für ein Paritégesetz

Der Landesfrauenrat engagiert sich seit seiner Gründung für mehr Frauen in der Kommunalpolitik.

„Gleich dabei! Frauen  gestalten Kommunalpolitik“

Unter dem Titel „Gleich dabei! Frauen  gestalten Kommunalpolitik“ laden wir am Freitag, 4. Mai 2018 (16.00 Uhr) kommunalpolitisch interessierte und engagierte Frauen ins Haus der Wirtschaft Stuttgart zu einer öffentlichen Veranstaltung ein. Zum Flyer: Flyer-4-5-2018-webBeispiele guter Praxis, wie Frauen miteinander ihre Präsenz in der Kommunalpolitik wirksam erhöhen können, stellen Frauen aus den Fraueninitiativen BoRa – Landkreise Bodenseekreis und Ravensburg (http://www.bora-frauenpolitik.de./newpage1), und FRIDA – Landkreis Böblingen (http://www.frida-frauenpolitik.de/index.php/frida.html) vor. Ihr Ziel ist jeweils, einen Frauenanteil von 50% in den politischen Gremien zu erreichen.

Zahlenreihen Baden-Württemberg (Daten über den Frauenanteil werden seit 1984 erhoben)
Frauen in Gemeinderäten:
1984: 9,5 %, 1989: 13,2 %, 1994: 17,5 %, 1999: 18,6 %, 2004: 21,3 %, 2009: 22 %, 2014: 23,9 %.
Frauen in Kreistagen:  1984: 6,1 %, 1989: 9,0%, 1994: 13,1 %, 1999: 14,0 %, 2004: 15,4 %, 2009: 16 %, 2014: 18,9 %.
Eine genauere Auswertung finden Sie hier.

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Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit

Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik sind nicht geschlechtsneutral. Frauen sind als Produzentinnen, z.B. in der Landwirtschaft, als Konsumentinnen, als Energienutzerinnen, als Entscheiderinnen, z.B. in der Kommunalpolitik, und auch von gesundheitlichen Folgen auf vielfache und spezifische Art betroffen. Mit mehreren Beschlüssen forderten die Delegierten der LFR-Mitgliedsverbände die Landesregierung auf, bei der z.B. im Koalitionsvertrag 2011 vereinbarten ökologischen und sozialen Modernisierung des Landes zugleich Geschlechtergerechtigkeit zu gewährleisten, und zwar bei der Mittelverwendung (> Gender Budgeting), der Beteiligung an Entscheidungsprozessen und bei der Umsetzung von Maßnahmen (> Gender Mainstreaming).

Der LFR arbeitet bereits seit 2007  in den jeweils von den Landesregierungen  einberufenen Gremien der  Nachhaltigkeitsstrategie des Landes mit – und bringt das Thema Gender und Nachhaltigkeit aktiv ein. Angelika Klingel wurde 2012 als Vorsitzende des LFR in den Nachhaltigkeitsbeirat berufen; ihre Nachfolgerinnen Manuela Rukavina und Charlotte Schneidewind-Hartnagel wurden als Erste Vorsitzende des LFR  ebenfalls in den Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung berufen.

Grundlage der Mitarbeit des Landesfrauenrats bildet insbesondere der Beschluss der Delegiertenversammlung vom November 2012:
Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg fordert den Landtag und die Landesregierung auf, bei der Überarbeitung der Ziele und der Entwicklung von landesweit gültigen Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung in Baden-Württemberg die Querschnittsaspekte
Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit,
Herstellung von sozialer Gerechtigkeit,
Partizipation und demokratische Entwicklung
jeweils in den ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen explizit auszuarbeiten.
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie muss sich Zukunftstauglichkeit auch an der Umsetzung des Gender Mainstreaming Prinzips messen lassen. Bereits formulierte Ansätze (z.B. in der „Nachhaltigkeitsprüfung“) sind konsequent umzusetzen und weiter zu entwickeln.

Bei der Entwicklung zukunftsfähiger Technologien beinhaltet der Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit u. a. die Forderungen nach: Mehr Frauen in MINT-Berufen – als Mit-Entwicklerinnen von Technik, mehr Frauen in Hochschulen als Lehrende, mehr Frauen in Führungspositionen der Forschung und die Integration der Gender-Dimension als Inhaltsqualität in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für Technologien, bei Produkten und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage hat der LFR u.a. Stellung bezogen zum: Weiterentwicklungsgesetz des Karlsruher Instituts für Technologie (Stellungnahme 2012).

TIPP
Weiterführende Informationen zu Genderaspekten in den verschiedenen umwelt- und nachhaltigkeitsrelevanten Themenbereichen bietet GENANET , ein bundesweites Frauenetzwerk.

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Parität in den Landtag: Wir bleiben dran – Landtagswahlrecht reformieren!

Der am 13. März 2016 gewählte baden-württembergische Landtag hat mit nunmehr 24,5 % weiter den niedrigsten Frauenanteil aller Landtage bundesweit. 35 Frauen sind unter den 143 Abgeordneten.

Nach Fraktionen
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 22 Frauen = 46,8 % (Kandidiert hatten 32 Frauen = 45,7 %)
CDU: 7 Frauen = 16,7 % (Kandidiert hatten 15 Frauen  = 21,4 %)
AfD: 3 Frauen = 13,0 % (Kandidiert hatten 7 Frauen  = 10 %)
SPD: 2 Frauen = 10,5 % (Kandidiert hatten 18 Frauen = 25,7 %)
FDP: 1 Frau = 8,3 % (Kandidiert hatten 15 Frauen  = 21,4 %)

Wahlergebnisse: auf der Seite des Statistischen Landesamtes

Der Landtag von Baden-Württemberg hatte bislang nur 3 Legislaturperioden mit über 20 % Frauenanteil    2001-2005: 21,9 %, 2006 -2011: 23,7 %, 2016-2021: 24,5 %. Baden-Württemberg hält hartnäckig die Schlusslichtposition der Bundesländer.
Die Landtagswahlrechtsreform mit dem Ziel, bei den Landtagswahlen einen deutlich höheren Frauenanteil unter den gewählten Abgeordneten sicher zu stellen, ist ein Anliegen des Landesfrauenrats – seit seiner Gründung … (Statistiken finden Sie auf der Seite der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hier)

Die seit Ende der 80-er Jahre erarbeiteten Kernforderungen zur Reform des Landtagswahlrechts lauten:
– Verbindung von Mehrheitswahl und Listenwahl, zum Beispiel 70 Mandate direkt, 50 über im Reißverschlussverfahren quotierte Listen, etwa Regionallisten mit der Möglichkeit zum Kumulieren und Panaschieren.

Zu einer echten Reform wollte sich auch die letzte Regierungskoalition nicht durchringen. Trotz anderslautender Ankündigungen und Parteitagsbeschlüsse wurde das Landtagswahlrecht nicht um eine – mit Frauen und Männern paritätisch zu besetzende – Liste ergänzt. Mit unserer TRANSPARENZKAMPAGNE Frauensicht Baden-Württemberg nahmen wir die Parteien und die Kandierenden zur Landtagswahl 2016 unter kritische Beobachtung.

Und wir lassen auch in Zukunft nicht locker. Wir erwarten, dass zur Landtagswahl 2021 bereits ein reformiertes Landtagswahlrecht – ein Paritätsgesetz – Anwendung finden wird!

Auszüge aus den Archiven des Landesfrauenrats: [… weiter]

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Willkommenskultur für weibliche Flüchtlinge: Zuflucht, Unterstützung und Empowerment

Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute, stellt die UN-flüchtlingshilfe fest:  Ende 2016 waren 65,6 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, rund die Hälfte davon weiblich.  (Zum Vergleich: 2006 waren  37,5 Millionen Menschen auf der Flucht. ) Auf der Seite der UN-Flüchtlingshilfe finden sich übersichtliche Zahlen u.a. zu den Herkunftsgebieten und den Aufnahmeländern – sowie Erzählungen von Geflüchteten über ihre Fluchterfahrungen.
In Baden-Württemberg sind ca ein Viertel bis ein Drittel der Zufluchtsuchenden weiblich. Die Tatsache, dass die reale Verteilung der Geflüchteten weltweit sich nicht in den Anteilen von weiblichen und männlichen Flüchtlingen in Deutschland abbildet bzw. dass Frauen mit einem (geschätzten) Drittel den zahlenmäßig geringen Teil der Zufluchtsuchenden hierzulande bilden darf nicht zur Rechtfertigung werden, ihnen die nötige spezifische Unterstützung nicht anzubieten. Denn es ist ja gerade ihrer besonders schutzlosen, rechtlosen und materiell benachteiligten Lage geschuldet, dass sie und ihre Kinder seltener als Männer einen Weg in sichere europäische Länder finden, und sie eher als „Binnenflüchtlinge“ oder als Flüchtlinge in den Nachbarstaaten verbleiben.

Geflüchtete Frauen und Kinder: Herausforderung Zukunft ist seit 2015 ein Schwerpunktthema des LFR.

Dokumentation der LFR-Fachveranstaltung ANKOMMEN. Geflüchtete Frauen in Baden-Württemberg – am 22. April 2016 in Stuttgart 2016-DOKUMENTATION-FACHTAG-ANKOMMEN-

Beschluss der LFR-Delegiertenversammlung vom 22. April 2016:

Ergänzung des Landesaktionsplans Gegen Gewalt an Frauen (LAP) – Geflüchtete Frauen einbeziehen! (einstimmig)

Die Landesregierung wird aufgefordert, den Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen da-hingehend zu ergänzen bzw. zu spezifizieren, dass er der besonderen Situation und dem besonderen Bedarf geflüchteter Frauen gerecht werden kann. Dies muss folgende Maßnahmen beinhalten: [… weiter]

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Wege aus der Frauenarmut

Zahlenwerke zur Einkommensarmut

Dass Frauen durchschnittlich mehr von materieller Armut betroffen sind als Männer zeigen zum wiederholten Male die Statistiken zur Armutsgefährdung, die das Statistische Bundesamt zuletzt Ende August 2017 für das  Jahr 2016 veröffentlicht hat. Die Armutsgefährdungsquote (gemessen mit dem ‘Bundesmedian’,  wer weniger als 60 % des  Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten bundesweit hat, gilt als armutsgefährdet) lag für Baden-Württemberg insgesamt bei 11,9 %. Überdurchschnittlich von Armut betroffen waren wie in den Vorjahren alleinerziehende Eltern (meist Mütter) und deren Kinder, Erwerbslose und Frauen ab 65 Jahre. [… weiter]

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40 000 bei Demonstration gegen Freihandelsabkommen am 17. Sept. 2016 in Stuttgart

Demonstration STOP TTIP CETA – in Stuttgart und sechs weiteren Städten

Auch der Landesfrauenrat Baden-Württemberg rief die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württembergs auf, sich an der Großdemonstration in Stuttgart am 17. September 2016 CETA & TTIP STOPPEN! Für einen gerechten Welthandel! zu beteiligen! Der Landesfrauenrat ist Mitglied im Trägerkreis der Demonstration in Baden-Württemberg, die LFR-Vorsitzende (2016: Manuela Rukavina) gehörte zu den Rednerinnen auf der Abschlusskundgebung. Hier geht zu den Fotos der Veranstaltenden und zueinem Video zur Demonstration

Zu unserem Engagement:

Seit April 2015 sind die geplanten Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA auch auf  der Agenda des Landesfrauenrates. Die befürchteten gravierenden Auswirkungen auf Frauen wurden in einem Arbeitskreis des LFR unter die Lupe genommen. Dieser hat eine differenzierte Stellungnahme erarbeitet, die zur Grundlage eines Vorstandsantrags an die LFR-Delegiertenversammlung am 23.10.2015 wurde. Darin geht es um die aus Sicht des LFR unverhandelbaren Eckpunkte. Den ganzen Beschluss samt umfangreicher Erläuterungen  finden Sie hier: Beschluss23-10-2015Freihandelsabkommen-Eckpunkte [… weiter]

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Prostitution: Eine Gesellschaft ohne Prostitution ist das Ziel!

Podium bei der Informationsveranstaltung "11 Jahre Prositutionsgesetz: Bilanz und Handlungsbedarf aus Frauensicht" - April 2013 in Stuttgart v.l.: Claudia Sünder (LFR/Moderation), Yvonne Heine (Sozialwissenschaftl. Frauenforschungsinstitut Freiburg/Br.), Thomas Geiger (Polizeidirektion Stuttgart), Sabine Constabel (Sozialarbeiterin Stuttgart), Doris Köhncke (Fraueninformationszentrum Stuttgart)

Podium bei der Informationsveranstaltung “11 Jahre Prositutionsgesetz: Bilanz und Handlungsbedarf aus Frauensicht” – April 2013 in Stuttgart

In Prostitution und Zuhälterei (illegal oder legalisiert) findet das Machtverhältnis von Männern über Frauen und ihre Sexualität einen deutlichen Ausdruck. [… weiter]

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Gegen Gewalt an Frauen

Auch in Deutschland gehört zur Alltagserfahrung vieler Frauen, sich nicht sicher fühlen zu können. Tausende von Frauen und Mädchen  erleben, dass die Familienwohnung kein geschützter Raum ist, sondern Tatort. Verbale sexuelle Anzüglichkeiten und physische Übergriffe von Männern gegenüber Frauen an Arbeitsplätzen und im Öffentlichen Raum sind auch in Deutschland keine “Entgleisungen” lediglich  einzelner Männer.  [… weiter]

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Gender Mainstreaming – “…da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt”

Das Land Baden-Württemberg hat sich mit Beschluss der Landesregierung vom Juli 2002 verpflichtet, Gender Mainstreaming in der Landesverwaltung umzusetzen. Die entsprechenden Erläuterungen, Arbeitshilfen etc. finden Sie hier.

Gender Mainstreaming …. nötig wie eh und je!
Mancher möchte es gerne abschaffen, angeblich, weil der Begriff so sperrig sei, so schwer vermittelbar … Mancher, weil ihm die ganze Richtung nicht passt.
Worum geht es bei Gender Mainstreaming?  Nachfolgend Hinweise zur Auffrischung: [… weiter]

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Frauengesundheit – Geschlechtergerechte Gesundheits- und Pflegepolitik

Angelika Klingel eröffnet den gesundheitspolitischen Fachtag des LFR zur HPV-Impfung - 2009 in Schwäbisch Gmünd

Angelika Klingel eröffnet den gesundheitspolitischen Fachtag des LFR zur HPV-Impfung – 2009 in Schwäbisch Gmünd

 

Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Krankheiten und gesundheitlichen Einschränkungen, nehmen den eigenen Körper in verschiedener Weise wahr und differieren hinsichtlich ihres Gesundheitsverhaltens, z.B. bezüglich der Vorsorge. Besondere Gefährdungen resultieren für Frauen jedoch auch aus gesellschaftlichen Rollenzuweisungen und spezifischen Situationen in Arbeitswelt und Familie.  Frauengesundheit: zwischen Selbstbestimmung und Fremdbestimmung – lautet das Leitthema der LFR-Fachtage 2015. Die Dokumentation des Fachtags zu “Herausforderung Schwangerschaft und Geburt”vom 24. Apil 2015 sowie zahlreiche weitere Informationen zum Themenfeld Reproduktionsmedizin, Pränataldiagnostik und Geburtshilfe   finden Sie hier. [… weiter]

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