Mindestlohngesetz: Statistik belegt Schutz vor allem für weibliche Erwerbstätige

Der Deutsche Fraurenrat meldete zur Verdienststrukturerhebung 2014 des Statistischen Bundesamtes: In Deutschland gab es laut Destatis kurz vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns (1. Januar 2015) im Jahr 2014 5,5 Millionen Jobs, die unter dem späteren Mindestlohnniveau von 8,50 Euro pro Stunde lagen. Vier Millionen davon fielen unter den Schutz des Mindeslohngesetzes. Für weitere 1,5 Millionen sieht das Gesetz Ausnahmen vor – etwa für Auszubildende oder PraktikantInnen.

Schutz des Mindestlohngesetz gilt für Jobs von 2,5 Millionen Frauen

61.7 Prozent der genannten vier Millionen Jobs werden von Frauen ausgeführt. Dies entspricht 2,5 Millionen Frauen, deren Jobs unter den Schutz des Mindestlohngesetzes fallen. Sie verdienten im April 2014 durchschnittlich rund 7,21 Euro pro Stunde.

Der Erhebung zufolge sind es deutschlandweit 10,7 Prozent aller Jobs, die unter das Mindestlohngesetz fallen. 82,3 Prozent davon betreffen Betriebe, die nicht tarifgebunden sind. Branchen wie der Einzelhandel und die Gastronomie liegen dabei ganz vorne. In Ostdeutschland waren es 1,1 Millionen Jobs, die unter das neue Gesetz fielen. Dies sind 22 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse im Osten. In Westdeutschland waren es mit 2,9 Millionen nur 8,9 % aller Jobs, auf die nun der Mindestlohn anzuwenden ist.

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