TRANSPARENZKAMPAGNE DES LFR ZUR LANDTAGSWAHL 2016

Nachdem bei der letzten Änderung des Landtagswahlrechts kein Hebel geschaffen wurde, durch eine Ergänzung des Wahlrechts um zu quotierende Listen die Chancen der Frauen zu erhöhen, beobachten wir die Parteien im Vorfeld der Landtagswahl besonders aufmerksam.
Der Landesfrauenrat hat eine TRANSPARENZKAMPAGNE gestartet. Kritische Frauenöffentlichkeit beobachtet die Parteien – bewertet die Ergebnisse der Nominierungen in den Wahlkreisen – klopft die Kandierenden auf ihre Frauen- und gleichstellungspolitsichen Inhalte ab – macht gute Praxis und schlechte Praxis im Umgang mit Wählerinnen, Kandidatinnen und frauenpolitisch bedeutsamen Inhalten public.

Unsere Kampagne wird u.a. folgende Bausteine haben, die Stück für Stück ergänzt werden:

1. Übersichtskarte über die erfolgten Nominierungen von Frauen nach Wahlkreisen und Parteien
Wir hoffen noch vor der Sommerpause von den Landesgeschäftsstellen der Parteien den Stand der bis dahin erfolgten Nominierungen zu erhalten, so dass wir auf unserer Homepage einen Zwischenstand veröffentlichen können.

2. Beispiele guter und schlechter Praxis vor Ort
Des Weiteren sind wir an näheren Informationen zu gleichstellungspolitisch relevanten Inhalten des Wahlkampfes interessiert. Gibt es Empfehlungen bzw. Handreichungen zu derartigen Themen für Wahlkampfveranstaltungen vor Ort?
Gibt es gesonderte Versammlungen für bestimmte Zielgruppen in der Wählerschaft, z.B. für Frauen, für erstmals Wahlberechtigte oder Jungwählerinnen bzw. Jungwähler?
Da wir von Vorgängen – sowohl vorbildlichen als auch unerfreulichen – eher zufällig und punktuell Kenntnis erhalten, bitten wir um Informationen aus den Wahlkreisen über:

Best Practice – aus Frauenverbandssicht Vorbildliches
Sei es, dass Kandidierende explizit gleichstellungspolitisch relevante Inhalte in ihren Werbematerialien, in Veranstaltungen, gegenüber der Presse aufgreifen, sei es dass sie auf Frauenorganisationen vor Ort zugehen … Sei es dass durch örtliche Programme Frauen besonders befördert werden, sich politisch zu engagieren. Seien es außergewöhliche pfiffige Ideen, die weiterverbreitet werden sollten ….

Sehr gerne erfahren wir unter dem Stichwort „Best Practice“ im Kontext der Landtagswahl zudem von Aktionen/Veranstaltungen von Fraueninitiativen/Frauenverbänden vor Ort.

Schlechte Beispiele – was der Vergangenheit angehören sollte
Werden z.B. von Kandidierenden Gleichstellungspolitik bzw. Frauenpolitikerinnen oder weibliche Kandidatinnen öffentlich abgewertet, in Veranstaltungen, in der Presse?

Wir planen, sowohl Vorbildliches als auch schlechte Praxis in geeigneter Form auf der Startseite unserer Homepage bzw. bei Facebook zu veröffentlichen.

3. Prüfsteine zu den Wahlprogrammen
Der Landesfrauenrat wird auch zur Landtagswahl 2016 Wahlprüfsteine erstellen und diese an die Parteien übersenden bzw. diese interessierten Frauen als „Prüfliste“ für den Besuch oder auch die Organisation von Veranstaltungen mit den Kandidierenden zur Verfügung stellen.

Frauenöffentlichkeit wirkt umso mehr, je breiter und über das ganze Land verteilt sie sichtbar und spürbar wird. Deshalb unser Aufruf: Beobachten Sie mit, fühlen Sie vor Ort Kandierenden auf den Zahn – und treffen sie dann am 13. März 2016 Ihre Wahl!

 

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